Skip to main content
News

Film- und Kinokongress NRW: Lizenzmodell angeregt

Im Rahmen des Film- und Kinokon­gresses NRW hätten Martin Borowski und Daniel von Rosenberg vom NRW-Produ­zen­ten­verband auf dem Podium ein Lizenz­modell nach dem Vorbild der briti­schen BBC angeregt, das dem Produ­zenten bei der Auftrags­pro­duktion mehr Rechte, etwa im Bereich der digitalen Verwertung, einräumt, berichtet Blickpunkt:Film. Jörg Schönenborn, Fernseh­di­rektor des WDR und Fernsehfilm-Koordi­nator der ARD, habe dazu gesagt, man könne das britische Vorbild nicht unmit­telbar auf Deutschland übertragen. Es sei im Rahmen dieses Modells üblich, dass die BBC im Durch­schnitt nur rund 70 Prozent der Kosten einer fiktio­nalen Produktion trage. „Wir bräuchten dann einen Markt, der es den Produ­zenten ermög­licht, für die restlichen 30 Prozent aufzu­kommen.“ Dafür sehe er in Deutschland keine Möglichkeit. Stefan Arndt (X Filme Creative Pool) meinte, gerade im öffentlich-recht­lichen Bereich müssten alte Struk­turen aufge­brochen werden: „Wir Produ­zenten haben es mit zwei Kartellen zu tun: einem Verwer­tungs­kartell, das von den Sendern angeführt wird, und einem politi­schen Kartell“. Jetzt gehe es darum, auch völlig neue Finan­zie­rungs- und Refinan­zie­rungs­mo­delle zuzulassen, von denen die Produ­zenten profi­tieren könnten: „Wenn ein Projekt erfolg­reich ist, muss der Sender eben nachzahlen, bis er blutet.“ Alter­na­tiven zum „Total Buyout“ gefordert