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Filmförderung 2015 um knapp 30 Mio. Euro gesunken

Die kultur­wirt­schaft­liche Filmför­derung von Bund und Ländern habe sich im vergan­genen Jahr auf 310,91 Mio. Euro summiert, 28,71 Mio. Euro weniger als noch im Vorjahr, berichtet Blickpunkt:Film unter Berufung auf das jüngst erschie­nenen Filmsta­tis­tische Jahrbuch 2016 der SPIO. Auch das Engagement der TV-Sender nehme ab: Die Anzahl der Premieren von deutschen Kinofilmen im öffentlich-recht­lichen Fernsehen sei von 88 in 2014 um 14 Prozent auf 76 in 2015 gesunken. Im Vergleich zu 2006 habe der Rückgang sogar satte 37 Prozent betragen. Nur 18 Prozent der aktuellen deutschen Kinofilme seien 2015 im Haupt­pro­gramm gezeigt worden, 32 Prozent im Spät- und sogar 48 Prozent im Nacht­pro­gramm.

Laut SPIO-Präsident Alfred Holighaus befinde sich die deutsche Filmwirt­schaft „in einer paradoxen Situation: Die Zuschauer wollen deutsche Filme sehen und sind bereit, für sie zu zahlen. Es wird jedoch immer schwie­riger, diese Filme herzu­stellen, weil Finan­zie­rungs­grund­lagen und -modelle wegbrechen.“ Die Rundfunk­an­stalten kürzten nicht nur Betei­li­gungen und Sende­termine, sondern „wollen zudem unseren Online-Markt mit ihren Media­theken in ein Kosten­los­an­gebot verwandeln“. Auch deshalb bedürfe es, so Holighaus weiter, „klarer Kriterien für den Einsatz der erfreu­lichen neuen Förder­mittel im Bereich der kulturell orien­tierten Filmför­derung, sowie einer deutlichen Stärkung der automa­ti­schen Förder­instru­mente“. – SPIO bilan­ziert sinkende Filmför­derung in Deutschland

Weitere Infor­ma­tionen und eine knappe Zusam­men­fassung des Filmsta­tis­ti­schen Jahrbuchs auf den Seiten der Spitzen­or­ga­ni­sation der Filmwirt­schaft: Zurück blicken, nach vorne denken: Mehr Planungs­si­cherheit für die Filmwirt­schaft (frei zugänglich)