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Filmreferenten der Länder: Rechte für TV-Produzenten

Erstmals hätten die Filmre­fe­renten der Länder Leitlinien für die Fernseh­för­derung heraus­ge­ar­beitet, berichtet Blickpunkt:Film in seiner am Montag erschei­nenden Print-Ausgabe. Das Ziel sei, einheit­liche Leitlinien für die Vergabe von Förder­geldern festzu­legen. Alle Landes­för­der­insti­tu­tionen hätten 2005 zusammen etwa 23 Mio. Euro für TV-Projekte ausge­geben.

Denn die von den Filmre­fe­renten formu­lierten Grund­prin­zipien fassten laut Blickpunkt:Film „ein besonders heißes Eisen“ an: das tradi­tionell problem­be­lastete Vertrags­ver­hältnis zwischen Produ­zenten und Fernseh­sendern. In dem Papier, das BF vorliege, gehe es um eine deutliche Stärkung der Fernseh­pro­du­zenten. Im Einzelnen werde zum Beispiel vorge­schlagen, die Förderung unmit­telbar den Produ­zenten zugute kommen zu lassen „mit dem Ziel, dass Rechte bei den Produ­zenten verbleiben“.

Die  Leitlinien seien von der Rundfunk­kom­mission der Länder am 22. Mai „zustimmend zur Kenntnis genommen“, habe BF aus Verhand­lungs­kreisen erfahren.

Das Blatt zitiert Alexander Thies, Vorsit­zenden der Allianz Deutscher Produ­zenten – Film und Fernsehen, der es als einen großen Fortschritt gewertet habe, „dass Fernsehen als ein Faktor gesehen wird, den man wie im Spiel­film­be­reich mit Kultur­för­derung unter­stützt.“ Der Vorstoß der Filmre­fe­renten sei laut Thies eine Anerkennung der Arbeit der Fernseh­sender und ein Beleg für das Potenzial im Fernseh­pro­duk­ti­ons­be­reich.

„Sender fürchten um lukrative Rechte“ (Blickpunkt:Film 24/08 vom 9. Juni 2008, S. 20/21 – Business TV-Markt)