[Archiv] News bis 31.12.2021

Finanzinvestoren wollen PSS1 verkaufen

Der größte deutsche Fernseh­konzern ProSiebenSat.1 stehe vor dem Verkauf, die Finanz­in­ves­toren KKR und Permira wollten bis Ende 2011 weitgehend aus dem Unter­nehmen aussteigen und hätten konkrete Vorbe­rei­tungen dafür einge­leitet,  schreiben J. Eigendorf und S. Jost unter Berufung auf „Finanz­kreise“ in der Welt. Die Private-Equity-Firmen seien Ende 2006 für gut drei Milli­arden Euro bei der ProSiebenSat.1 Media AG einge­stiegen und hatten später Aktien nachge­kauft. Geprüft würden sowohl ein Verkauf über die Börse oder an einen Einzel­in­vestor. Beim derzei­tigen Kurs der Vorzugs­aktien von mehr als 23 Euro ergebe sich ein rechne­ri­scher Marktwert des Gesamt­un­ter­nehmens von gut fünf Milli­arden Euro, tatsächlich könne der Wert, den der Markt dem Unter­nehmen gegen­wärtig beimisst, noch darüber liegen. Aller­dings sei es „keineswegs gewiss“, dass es zu einem Verkauf über die Börse kommt. „Eine Veräu­ßerung an einen Einzel­in­vestor wird parallel und gleich­be­rechtigt geprüft“, habe „eine mit den Überle­gungen vertraute Person“ gesagt. Sprecher von KKR und Permira hätten sich nicht äußern wollen: TV-Gruppe ProSiebenSat.1 steht vor dem Verkauf (frei zugänglich)

Im Kommentar schreibt Jörg Eigendorf, PSS1 sei mit seinem aktuellen Wert „ein ziemlich großer Happen – mögli­cher­weise zu groß für heimische Inves­toren“. Gut möglich scheine deshalb, dass vor allem ameri­ka­nische Konzerne die einzige Chance nutzen wollen, in großem Stil in Europa einzu­steigen: ProSiebenSat.1 ist zu groß für deutsche Inves­toren (frei zugänglich)