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Frankreich: Parlament beschließt überarbeitetes Hadopi-Gesetz

Die Franzö­sische Natio­nal­ver­sammlung habe am 15. September das umstrittene Anti-Inter­net­pi­ra­terie-Gesetz Hadopi verab­schiedet, meldet Musik­Woche. Mit 285 zu 225 Stimmen hätten die Parla­men­tarier für den nach einem Veto des Verfas­sungs­ge­richtes überar­bei­teten Geset­zes­entwurf gestimmt: Frank­reichs Parlament stimmt für modifi­ziertes Hadopi-Gesetz

Unter anderem solle Richtern erlaubt werden, Wieder­ho­lungs­täter für bis zu einem Jahr den Zugang zum weltweiten Datennetz zu kappen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Zudem seien hohe Geld- und sogar Gefäng­nis­strafen möglich. Eine erste Version des Gesetzes sei im Juni vom Verfas­sungsrat für nicht recht­mäßig erklärt worden, ein Aussperren aus dem Netz verstoße gegen Artikel 11 der Menschen­rechts­er­klärung von 1789. Der Rat habe zudem bemängelt, dass die Inter­net­sperre von der Aufsichts­be­hörde Hadopi (Haute autorité pour la diffusion des oeuvres et la protection des droits sur Internet) und nicht von einem Gericht verhängt werden sollte. Der überar­beitete Geset­zes­entwurf sehe jetzt eine Betei­ligung der franzö­si­schen Gerichte vor. Das Gesetz, so die SZ weiter, müsse noch durch den Senat, bevor es endgültig in Kraft treten kann. Dessen Zustimmung gelte aller­dings angesichts der Mehrheits­ver­hält­nisse als sicher: Raubko­pierer sind offline (frei zugänglich)

Gestern brachte Spiegel online einen ausführ­lichen Artikel über das Geset­zes­vor­haben und die Kritik daran: Franzosen wollen Filesharer aus dem Netz werfen (frei zugänglich)