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Große FFG-Reform: „Es geht nicht um mehr Geld für die Produzenten“

Im Interview mit dem Medien­ma­gazin promedia sagt Martin Moszkowicz, Vorstand für Film und Fernsehen bei der Constantin Film AG und Mitglied des Produ­zen­ten­al­lianz-Gesamt­vor­stands zum „Reförmchen“ des Filmför­de­rungs­ge­setzes: „Wir – die Allianz deutscher Produ­zenten – sind der Meinung und mit uns auch die anderen drei großen Verbände und viele in unserer Branche, dass eine umfas­sende Novel­lierung des Filmför­de­rungs­ge­setzes notwendig ist. Der Staats­mi­nister für Kultur und Medien hatte aller­dings die Sorge, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn man diese große Reform umsetzt, während zeitgleich  das FFG massiv unter juris­ti­schem Beschuss in diversen Gerichts­ver­fahren ist. Insofern finde ich es richtig, dass man sich zunächst auf eine kurze Laufzeit für das ‚Reförmchen‘ geeinigt hat und in den verblei­benden nächsten drei Jahren die große Reform in Angriff nimmt.“

Auf die Frage, ob sein Ziel bei der Reform „mehr Geld für die Produ­zenten“ sei, antwortet Moszkowicz: „Nein, es geht nicht um mehr Geld für die Produ­zenten, sondern um eine klarere zukunfts­si­chere Ausrichtung und darum, dass sich die verän­derten Auswer­tungs­be­din­gungen von Filmen auch in der Filmför­derung abbilden. Wenn sich digitale Auswer­tungs­formen in den nächsten Jahren massiv in den Vorder­grund schieben werden, wovon man ausgehen kann, muss sich das auch in der Filmför­derung nieder­schlagen. Wir sind der Meinung, dass alle, die mit dem Film Geld verdienen – dazu gehören nicht nur die VoD-Anbieter, sondern auch dieje­nigen, die die Filme zu den Konsu­menten trans­por­tieren, also die Provider und die großen Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­nehmen – zu einer Abgabe für die Filmför­derung heran­ge­zogen werden sollten. Im Gegenzug müssen dieje­nigen, die heute mit dem Film weniger verdienen oder denen es in den nächsten Jahren schlechter gehen wird, entlastet werden.“

Das Interview im Wortlaut auf den Seiten von medienpolitik.net: „Die deutsche Filmför­derung muss neu justiert werden“ (frei zugänglich)