Von «Superman» bis «Star Wars»: Grosse Hollywoodfilme werden oft in Grossbritannien gedreht – nicht wegen des Wetters, aber wegen des staatlichen Geldregens. Benjamin Triebe berichtet aus London für die Neue Zürcher Zeitung dazu, Auszüge:
„Die britische Filmindustrie feiert Erfolge, weil sie für ausländische Produktionen so attraktiv ist. «Mehr und mehr internationale Filme werden hier gemacht. Die Investitionen sind auf Rekordhöhe gestiegen. Die grösste Herausforderung ist, mit dem Bedarf an Raum und Fachkräften Schritt zu halten», sagt Adrian Wootton, Chef der British Film Commission, die im öffentlichen Auftrag die Filmproduktion stimulieren soll. Die Branche kreierte laut dem nationalen Statistikbüro im Jahr 2016 eine Wertschöpfung von 7,7 Mrd. £ (9,6 Mrd. Fr.), vier Mal so viel wie 2008. Inzwischen arbeiten mehr Briten für den Film- als für den Pharmasektor, nämlich 60 000.“
Und weiter: „Auf die finanzstarken Gäste kann die Branche nicht verzichten. 73 ausländische Kinofilme wurden im Jahr 2017 im Vereinigten Königreich gedreht, wie das British Film Institute zählte, eine weitere Branchenorganisation. Das erzeugte im Land Produktionsausgaben von knapp 1,8 Mrd. £, rund vier Mal so viel wie vor einem Jahrzehnt. Die 174 rein britischen Filme, die vergangenes Jahr produziert wurden, brachten es nur auf 221 Mio. £. Anders ausgedrückt: 29 Big-Budget-Produktionen vereinten 2017 rund 81% der Filmausgaben in Grossbritannien auf sich. Nur zwei waren britischen Ursprungs.“ Hollywood liegt an der Themse
(nach Registrierung – frei zugänglich / Artikel vom 16.9.2018)