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Heinze-Prozess (II): Position „gar nicht mal so schlecht“

„Der Ruf mag ruiniert sein“, doch auf dem Neben­kriegs­schau­platz Arbeits­ge­richt sei die Position der betrugs­ver­däch­tigen Ex-NDR-Fernseh­spiel­chefin Doris Heinze gar nicht mal so schlecht, schreibt René Martens in der tages­zeitung. Nach der Ansicht von Heinzes Rechts­bei­stände Anne Gaulin und Gerd „Mecki“ Benoit wiesen zwei der Kündi­gungen – die die verdeckte Tätigkeit von Heinzes Gatten und ihre eigenen Aktivi­täten unter Pseudonym betreffen – formale Fehler auf. Die Richterin Carla Coutinho habe angedeutet, dass sie diese Sicht­weise „keineswegs für abwegig“ halte. An der dritten Kündigung gebe es allem Anschein nach formal nichts auszu­setzen, diese sei aber, anders als die anderen, inhaltlich nicht zutreffend, argumen­tiert Benoit. Es gehe um den Vorwurf, dass Heinze ein Drehbuch unter dem Titel „Dienstage mit Antoine“ an den NDR und in fast identi­scher Form als „Dienstage mit Marie“ an eine Produk­ti­ons­firma verkauft hat. Ihr Anwalt sage, es habe sich dabei um verschiedene Stoffe gehandelt. Hier könnte es jenseits des Arbeits­rechts spannend werden, findet Martens und fragt, wann zwei Drehbücher „fast identisch“ sind: Rätsel­hafte Selbst­zer­störung (frei zugänglich)