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Junges Angebot „Funk“: Presseauswahl

„ARD und ZDF wollen sich verjüngen,“ berichtet die Süddeutsche Zeitung. Am Donnerstag sei in Berlin das neue Angebot der öffentlich-recht­lichen Sender vorge­stellt worden: „Funk“. Es richte sich an 14- bis 29-Jährige und wolle die Bereiche Info, Orien­tierung und Unter­haltung abdecken. Dabei werde auch auf externe Kanäle wie Youtube, Facebook, Instagram und Snapchat gesetzt. Von 2017 an bekomme „Funk“ aus den Rundfunk­bei­trägen jährlich 45 Millionen Euro: ARD und ZDF stellen junges Angebot „Funk“ vor (frei zugänglich)

45 Millionen Euro aus dem Topf des Rundfunk­bei­tragseien „angesichts von mehr als acht Milli­arden Euro Gesamt­ein­nahmen nicht viel“, schreibt Christian Meier in der Welt. „In Summe“ sei das aber „ein Batzen Geld, den die meisten privat­wirt­schaft­lichen Medien­un­ter­nehmen vermutlich nicht für Web-Videos ausgeben könnten und wollten“. Medien­po­li­tisch „ist und bleibt“ der Ansatz heikel, alle ansonsten für ARD und ZDF im Netz geltenden Regeln außer Kraft zu setzen. „Die Inhalte freizu­geben, statt in ein Sender­korsett zu zwängen – das ist schon radikal.“ Aber es sei auch klar, dass ARD und ZDF dieses „nur auf einer Spiel­wiese zulassen und ansonsten weiter daran arbeiten, ihre Beitrags­mil­li­arden in den perma­nenten Ausbau des Status quo zu inves­tieren“: Sieht so die Zukunft der Öffentlich-Recht­lichen aus? (frei zugänglich)

Trotz des Namens „Funk“ habe das Programm mit Funk und Fernsehen nichts zu tun, weil es „allein online“ laufe, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen und findet: „Das ist auch gut so.“ – Jung und gar nicht naiv (frei zugänglich)

Am Ende jeder Folge werde „Funk“ stehen, schreiben Anne Fromm und Jürn Kruse in der tages­zeitung. Mehr Hinweise darauf, dass die jeweilige Formate Produk­tionen der Öffentlich-Recht­lichen sind, werde es nicht geben. „Wir wollen mit der Marke nicht die Inhalte überdecken“, sage die stell­ver­tre­tende „Funk“-Chefin Sophie Burkhardt: „Wir wollen Lust auf Öffentlich-Recht­liches machen.“ Die Frage sei nur, wer überhaupt verstehen wird, dass all diese Formate öffentlich-rechtlich sind. Für den Zuschauer sei das nicht wichtig, sage Burkhardt. Es ist aber wichtig für die Öffentlich-Recht­lichen selbst, so die tages­zeitung weiter: „Seit Jahren müssen sie sich die Kritik gefallen lassen, dass ihr Publikum zu alt sei, dass sie die Jugend zu wenig mitnähmen. Und jetzt, da sie die Jugend abholen wollen, verstecken sie sich.“ – Öffentlich-recht­liche YouTuber (frei zugänglich)

Und in der Zeit schreibt Jana Gioia Baurmann einen Brief an „Funk“: Das Kind wird es nicht leicht haben (frei zugänglich)