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KI.Ka-Affäre (II): „Größter Korruptionsskandal eines öffentlich-rechtlichen Senders bisher“

„Korrup­ti­ons­skandal beim Kika: Die Kontroll­me­cha­nismen im Sender haben offenbar total versagt“, schreibt Chris­tiane Kohl in der Süddeut­schen Zeitung. Im Erfurter MDR-Haus frage man sich nun, wie es wohl passieren konnte, dass ein einziger Mitar­beiter bei dem Sender binnen fünf Jahren rund vier Millionen Euro habe abzweigen können, ohne dass dies während dieser ganzen Zeit bemerkt worden wäre. Vom finan­zi­ellen Ausmaß her gesehen dürfe es sich vermutlich um den größten Korrup­ti­ons­skandal handeln, den die öffentlich-recht­lichen Sender bislang erlebt haben. Über fingierte Schein­rech­nungen von einer Berliner Fernseh­firma, so der Vorwurf der Staats­an­walt­schaft, solle Marco K. immer wieder neue Kosten für den Kinder­kanal produ­ziert haben. 72 Fälle seien schon aufge­listet worden, die sich der Herstel­lungs­leiter einfach mit dem Geschäfts­führer der Fernseh­firma geteilt habe. Diese Praxis könne über viele Jahre so gelaufen sein, indes unter­suche die Staats­an­walt­schaft nur jene Rechnungen, die seit Ende 2005 geschrieben wurden. Was davor geschah, sei vermutlich schon verjährt: Die Staats­an­walt­schaft habe Hinweise auf weitere zwei Millionen, die verun­treut worden sein könnten: Viele Rechnungen (SZ vom 10.12.2010 – Medien­seite)