[Archiv] News bis 31.12.2021

KI.KA-Affäre (IV): KI.KA zieht erste Schlüsse

Der KI.KA ziehe erste Schlüsse aus dem Betrugs­skandal, schreibt Olaf Sundermeyer in der Frank­furter Allge­meinen. MDR-Intendant Udo Reiter habe in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur gesagt, die Finanz­kon­trollen hätten „offen­sichtlich nicht ausge­reicht“ und würden künftig verstärkt werden müssen. Als Konse­quenz habe Reiter „weitere Siche­rungen bei der Rechnungs­prüfung“ angekündigt. Es reiche nicht aus, nur auf Formalien zu achten, man müsse jede Position inhaltlich prüfen. Beim Kika lege man Wert auf die Feststellung, dass die Lücke im System nicht auf andere Sender übertragbar sei, schreibt Sundermeyer weiter. Bislang prüfe die Staats­an­walt­schaft ausschließlich die Vorwürfe aus der Selbst­an­zeige, doch habe die Berliner Firma auch für andere öffentlich-recht­liche Sender gearbeitet. Bis sich der Verdächtige Marco K. äußert, werde  es wohl noch dauern. Der Akten­umfang sei größer als zunächst angenommen, habe dessen Anwalt Stephan Rochlitz gesagt. Zusätzlich erschwere die „verwir­rende Verwal­tungs­struktur des Senders“ die Kommu­ni­kation: Mehr Bürokratie! (FAZ, 16.12.2010, Nr. 293 / Seite 37)