[Archiv] News bis 31.12.2021

KI.KA-Affäre (V): Warnung „vor den Zuständen beim Kika“ schon 2008

Der Skandal um die mutmaß­liche Betrugs­masche des Herstel­lungs­leiters Marco K. beim öffentlich-recht­lichen Kinder­kanal scheine noch größer als bekannt, meldet Spiegel online. Die Betrugs­summe könnte erheblich über den bisher genannten vier Millionen Euro liegen, die Ermittler konzen­trieren sich nämlich auf Fälle, die noch nicht verjährt sind. Bereits 2008 habe das ZDF „eindringlich vor den Zuständen beim Kika“ gewarnt. Auch ein Team der Abteilung „Forensic Services“ der Wirtschafts­prü­fungs­ge­sell­schaft PwC habe empfohlen, der Sender solle Programm­ver­ant­wort­liche von den Mitar­beitern trennen, die für den Einkauf zuständig sind. Der Vorschlag sei nicht prakti­kabel, hätten die Verant­wort­lichen beim MDR entschieden und ihn nicht umgesetzt. Der MDR prüfe inzwi­schen auch, ob der Beschul­digte mögli­cher­weise mit weiteren Firmen ähnliche betrü­ge­rische Modelle unter­halten habe: Kika-Skandal mögli­cher­weise größer als bekannt (frei zugänglich)