[Archiv] News bis 31.12.2021

KI.KA-Affäre (XI): „Eine Art ‚Résistance-Gefühl gegen die West-Besatzer‘“

Das Verhältnis zwischen Marco K. und seinen Vorge­setzten sei mögli­cher­weise „ein Fundament“ für die krimi­nellen Energien gewesen, speku­liert Chris­tiane Kohl in der Süddeut­schen Zeitung. Ausge­bildet beim DDR-Fernsehen „musste der Ostdeutsche wiederholt zusehen, wie ihm ein westdeut­scher Chef vor die Nase gesetzt wurde“. Entspre­chend gebe es nun Deutungen, dass er „aus Enttäu­schung mögli­cher­weise eine Art ‚Résis­tance-Gefühl gegen die West-Besatzer‘“ entwi­ckelt habe. Unter­dessen überlege MDR-Intendant Udo Reiter (geboren in Lindau, Red.), künftig eine Fremd­firma mit der Überprüfung interner Organi­sa­tions- und Zahlungs­vor­gänge zu betrauen. Reiter habe gesagt, der Kika sei ein Erfolgs­modell, „es darf einfach nicht sein, dass ein einzelner Krimi­neller dies alles zerstört“: Ein Mann, alle Zugriffe (SZ vom 20.01.2011, Medien­seite)