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Konflikt um die Aufhebung der Territorialität: Einfallstor um den europäischen Markt zu überfahren

Jörg Seewald greift in der Frank­furter Allge­meine Zeitung vom 28.7. die Diskussion um die Neuordnung der Online-Rechte­vergabe für Fernseh­filme in Europa auf. Auf der einen Seite stünden die Verant­wort­lichen bei den öffentlich-recht­lichen Sendern, die das lineare Fernsehen zunehmend als nicht mehr zukunfts­fähig betrachten würden und ihre Positio­nierung im Bereich digitaler Online­platt­formen weiter ausbauen wollten. Auf der anderen Seite stünden die privaten Sender und die Filmbranche, die sich gegen eine Aufhebung der Terri­to­ri­a­lität und für eine Bindung von Ausstrah­lungs­rechten an Ländern bemühen würden. Die nächste Entscheidung werde im Europa­par­lament im September fallen. Laut Seewald stünde aktuell der Artikel 3 der Sat-Cab-Verordnung im Fokus des Inter­esses, der die Weiter­sendung von Filmen bereits "seit 1993 über kabel­ge­bundene Einrich­tungen in geschlos­senen Netzen europaweit möglich" mache. Für die Weiter­sendung auf diesem Weg würden die Produ­zenten, aber auch die Urheber via der Verwer­tungs­ge­sell­schaft vergütet. Eine Ausweitung des Sende­si­gnals auf sogenannte OTT-Dienste, wie geplant, also auf Facebook, Whtasapp etc.  Claus Grewening vom VPRT kriti­siere dieses Vorhaben, da bereits bilaterale Verträge zu Ott-Diensten bestehen würden: „Es gibt überhaupt keinen Bedarf für diese Regelung, weil wir unsere Verträge mit den Platt­formen direkt abschließen.“ VPTZ-Geschäfts­führer Flemming wird im Artikel zitiert: "Für Unter­nehmen wie Netflix sei eine kollek­ti­vierte, libera­li­sierte Rechte­wahr­nehmung ein Einfallstor, um den europäi­schen Markt zu überfahren." Lesen Sie den Artikel in der FAZ (vom 28.7.2017, Nr. 173, S. 17, Medien) Werden Fernseh­filme bald im Internet verramscht? Privat­sender und Filmwirt­schaft wenden sich gegen eine europa­weite Neuordnung der Rechte­vergabe (E-Paper)