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Kosten für Fußballrechte: ARD schweigt (noch?)

Die Verant­wort­lichen der ARD, die regel­mäßig und gerne von Trans­parenz sprächen, sie aber offenbar ungern mit Leben füllten, verrieten die Ausgaben der ARD für die Bundesliga nicht und wiesen durch­ge­si­ckerte Zahlen als „meilenweit von der Wahrheit entfernt“ zurück, schreibt Hans Hoff in der Süddeut­schen Zeitung. „Die öffentlich-recht­lichen Sender begrün­deten ihre strikte Verschwie­genheit damit, dass ihre Verhand­lungs­po­sition bei zu viel Trans­parenz gefährdet wäre, weil Mitbe­werber und Rechte­ver­käufer beim nächsten Mal mehr bieten oder mehr verlangen verlangen könnten. Die Deutsche Fußball Liga habe kürzlich im Handels­blatt durch­schimmern lassen, dass bei ihr das Thema Geheim­haltung nicht ganz oben auf der Priori­tä­ten­liste stehe. Dass die Position der „Geheim­hal­tungs­hard­liner“ wacke­liger werde, habe man vor einigen Tagen sehen können, als das Branchen­blatt Medien­kor­re­spondenz angab, dass die ARD demnächst pro Bundes­li­ga­saison netto 113 Millionen Euro an die DFL zahle, acht Millionen Euro mehr als bisher, aller­dings bei verrin­gertem Rechte­umfang.

„Wer sich umhört in der ARD“, so Hoff weiter, wisse dass die Frage nach Trans­parenz intern durchaus umstritten ist. Einige Mächtige im Sender­verbund sähen es gerne, wenn der Öffent­lichkeit die Zahlen kommu­ni­ziert würden. Noch hätten sie sich nicht durch­setzen können: Ob Bundes­li­ga­rechte oder Scholl: Die ARD schweigt (frei zugänglich)