Skip to main content
News

Marc Conrad: „Es heißt nicht umsonst ShowBUSINESS“

Der Mehrteiler „Im Angesicht des Verbre­chens“, der heute startet, sei „zwar vielgelobt und preis­ge­krönt“, aber die Produk­ti­ons­firma Typhoon sei darüber in die Insolvenz geraten, heißt es im Vortext zum Interview mit Marc Conrad in der Frank­furter Allge­meinen, in dem Conrad „erstmals über die Hinter­gründe“ spreche. Oliver Jungen fragt ihn: „Es heißt, Sie werfen dem WDR vor, vom Sender verschul­deten finan­zi­ellen Mehraufwand nicht vergütet bekommen zu haben. Stimmt das?“. Marc Conrad antwortet, es werde geklärt werden müssen, „warum aus acht Drehbü­chern, die als zu kurz gestoppt worden waren, dann zehn Serien­folgen wurden, also neunzig Sende­mi­nuten netto mehr als kalku­liert, bestellt und bezahlt waren“ und bitte um Nachsicht, dass er „aufgrund bestimmter – auch recht­licher – Rahmen­be­dingung en nicht weiter ins Detail gehen kann“. Die Frage, ob die Branche zu sender- und regie­be­zogen sei und den Produk­ti­ons­firmen zu wenig Spielraum lasse, bejaht er: „Ein solcher Spielraum für einen Produ­zenten ist heute leider fast gar nicht mehr gegeben. Die noch ausste­hende Aufar­beitung sollte dazu führen, dass in einigen Jahren die geschäft­lichen Spiel­regeln bei Auftrags­pro­duk­tionen klarer definiert werden, was allen Betei­ligten nur recht sein kann. Eine Produk­ti­ons­firma ist auch ein Wirtschafts­un­ter­nehmen. Es heißt nicht umsonst Showbusiness, sonst hieße es Show-Show.“: Die Helfer in der Not wurden alle ausge­bremst (FAZ vom 22.10.2010, Nr. 246 / Seite 31 – Medien)