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MeToo: Langjähriger Konzernchef des CBS Leslie Moonves verliert seinen Job wegen erneuter Vorwürfe sexueller Belästigung u.a.

Die von der #MeToo-Bewegung angestoßene Welle von Enthül­lungen lässt einen weiteren mächtigen Mann in der Unter­hal­tungs-Industrie seinen Job verlieren. Im Fall des CBS-Chefs Leslie Moonves kippt damit auch die Waage im Streit um die Zukunft des Fernseh­kon­zerns. Das Hamburger Abend­blatt berichtet dazu: „Der Artikel zu Moonves wurde von Ronan Farrow geschrieben, der auch entscheidend zur Aufar­beitung der Weinstein-Enthül­lungen beigetragen hatte.“ Vorwürfe sexueller Beläs­tigung: CBS-Chef nimmt seinen Hut
(Frei zugänglich)

Süddeutsche Zeitung: Der Chef des US-Medien­kon­zerns CBS, Leslie Moonves, tritt nach Missbrauchs­vor­würfen zurück. Sechs Frauen hatten schwere Anschul­di­gungen vorge­bracht. Hubert Wetzel Fall eines Mächtigen
(Paid / SZ vom 11.9.2018)

The New Yorker, by Ronan Farrow: As Leslie Moonves Negotiates His Exit from CBS, Six Women Raise New Assault and Harassment Claims
(Frei zugänglich)

Süddeutsche Zeitung: Eine neue Facette in der MeToo-Debatte
Eine Frau als Täterin? Kommt selten vor, muss aber denkbar bleiben, zeigen die Anschul­di­gungen, die gegen Schau­spie­lerin Asia Argento erhoben wurden. Die Me-Too-Bewegung hat sich in den vergan­genen Wochen um eine Facette erweitert. Von Valeriya Safronova in der Süddeut­schen Zeitung: Wie der Fall Argento die Me-Too-Bewegung verändert
(Frei zugänglich, Online 8.9.2018)

Das Geschlech­ter­ver­hältnis ist vielge­staltig: sozial, politisch, aber auch ästhe­tisch, erotisch
Die #Metoo-Debatte habe das soziale Herrschafts­ver­hältnis – Männer oben, Frauen unten – erschüttert; die bishe­rigen Regeln können nicht mehr gelten. Damit entstehen neue Kompli­ka­tionen, denn das Geschlech­ter­ver­hältnis ist vielge­staltig: sozial, politisch, aber auch ästhe­tisch, erotisch. Von Barbara Sichtermann im Deutsch­landfunk: Das kompli­zierte Verhältnis der Geschlechter
(frei zugänglich)

Auch lesenswert vorab zwei Auszüge aus: Autorin Siri Hustvedt zu MeToo in der Frank­furter Allge­meine Zeitung (7./9.9.2018): Man muss sich schon mal die Hände schmutzig machen

„Nachdem Donald Trump vollkommen ungestraft erklärt hatte, man müsse Frauen einfach an die Genitalien packen, begannen Frauen auf der ganzen Welt auf ihre Erleb­nisse zurück­zu­schauen und sich an eine schier endlose Reihe von solchen Vorfällen zu erinnern, Vorfälle, die sie zuvor beisei­te­ge­wischt hatten. Was bleibt, ist das Gefühl von Demütigung. Denn machen wir uns nichts vor: In jeder einzelnen dieser Situa­tionen hat ein Mensch seine Macht über uns demons­triert.“

Und zu dem Brief den offenen Brief einiger franzö­si­scher Frauen, darunter Catherin Deneuve (Januar 2018) schreibt sie: „Catherine Deneuve und die anderen der hundert franzö­si­schen Frauen, die diesen Brief geschrieben haben, scheinen aber zu glauben, dass das erotische Leben in Frank­reich vor die Hunde gehen würde, wenn es Männern nicht erlaubt wäre, Frauen in der U-Bahn zu beläs­tigen. Ich finde das bizarr.“
(nicht frei zugänglich)