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Netflix-Chef Reed Hastings: Weiterhin kräftige Investitionen in Inhalte geplant / Im Mittelpunkt stehen die Zuschauer

Der Netflix-Chef und Mitgründer Reed Hastings spricht über den Boom des Strea­mings, den Wettstreit um Kreative, die Bedeutung von „Roma“ und den Verzicht auf Livesport im ausführ­lichen Interview von Jürgen Schmieder in der Süddeut­schen Zeitung (Ausgabe vom 26.3., Medienteil): Aus seiner Sicht lassen sich die einzelnen Strea­ming­portale „nicht einfach so vergleichen“. Für ihn sei „die Zeit, die jemand auf unserem Portal verbringt“ inter­essant. Hastings weiter Das ist unabhängig messbar und dann auch vergleichbar, und zwar nicht nur zwischen Strea­ming­por­talen, sondern auch etwa zwischen Netflix und „Fortnite“.

Zu der Frage nach der Veröf­fent­li­chung von Zahlen antwortet er, dass er „keinen Grund dazu“ hat. Für Hastings stellt es sich so dar, dass Einschalt­quoten für werbe­ge­bundene Unter­nehmen wichtig seien und das sei nicht das Geschäfts­modell von Netflix. Netflix habe seine „Reich­weite enorm vergrößert“ und er würde damit „Produ­zenten von Inhalten eine enorme poten­zielle Reich­weite“ anbieten können – und das steigere die Erwar­tungen. Grund­sätzlich will Netflix daher „trans­pa­renter werden“ aber das Wie dafür sei noch offen. Für ihn stellt sich der aktuelle Wettbewerb „hart“ dar und es sei „aufgrund der Konkurrenz deutlich teurer geworden, die besten Leute der Branche zu verpflichten“. Aber Hastings hat keine Angst vor zu viel Inhalten, Filmen und Serien, denn es gäbe auch immer „mehr Bücher … als jemals gelesen werden können.“

Zu der Debatte um den Film „Roma“ rund um Festivals und die Oscar-Verleihung äußert er: „Ich glaube, dass ein Film anhand seiner Qualität bewertet werden sollte – und nicht daran, wie lange er exklusiv in einem Kino zu sehen gewesen ist.“

Für Hastings stehen die Zuschauer im Mittel­punkt „nicht die Produ­zenten. Wir wollen die besten Inhalte bieten, klar, dafür brauchen wir die besten Produ­zenten. Wir sind aber nicht darauf aus, die Produ­zenten glücklich zu machen, sondern die Abonnenten.“ Zum Interview:  „Schwie­riger. Und teurer“ (Paid)

W&V: Offen­sichtlich ist eine komplette Umstruk­tu­rierung bei Netflix geplant, schreibt Franz Scheele. Der Schritt dürfte mit dem sich verschär­fenden Konkur­renz­kampf in Zusam­menhang stehen. Netflix löst Marketing-Abteilung auf

Meedia.de: Vor dem Start von Apples Streaming-Service: Neuer Trend-Report belegt die weltweite Dominanz von Netflix im VOD-Markt 
(beide frei zugänglich)