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Netflix: „Zuschauerschwund bei den klassischen TV-Sendern“

Der Deutschland-Start von Netflix wird einen Zuschau­er­schwund bei den klassi­schen TV-Sendern zur Folge haben, glaube Michael Loeb, Chef des Rechte­händlers WDR Media­group, schreibt Marc Bartl bei Kress online und zitiert Loeb aus der Wirtschafts­woche: „In den USA haben die großen, werbe­fi­nan­zierten TV-Sender in den vergan­genen zwei Jahren in den jungen Zielgruppen viel Reich­weite verloren“, diese Zuschauer seien „praktisch eins zu eins“ zu Netflix und vergleich­baren Anbietern abgewandert. Diesem Trend werde der WRD mit einer eigenen Internet-Platt­formen für Filme auf Abruf entge­gen­steuern, die sich auf Nischen­an­gebote wie Krimis und TV-Produk­tionen für Kinder konzen­triert, habe kündigte Loeb angekündigt: In Nischen gegen Netflix & Co. punkten: WDR startet Internet-Plattform für Filme auf Abruf (frei zugänglich)

Zum Deutschland-Start habe sich Netflix die Unter­stützung der Deutschen Telekom gesichert, berichtet unter­dessen das Handels­blatt. Der Konzern wolle mit Hilfe von Netflix das Angebot an Filmen und Serien in seiner Fernseh­plattform Entertain ausweiten. Im Mobilfunk setze Netflix auf eine Koope­ration mit Vodafone: Netflix mit Koope­ra­ti­ons­plänen nach Deutschland (frei zugänglich)

Zum Deutschland-Start von Netflix bringt Die Welt ein Interview mit der Medien­wis­sen­schaft­lerin Tanja Weber. Mit Netflix solle „nun nicht weniger als ein neues Fernseh­zeit­alter anbrechen“, schreibt Ekki Kern und fragt, ob der deutsche Zuschauer denn überhaupt eine Revolution braucht. Die Antwort: „Wenn ich mir das deutsche Fernsehen im Jahr 2014 ansehe, wird klar, dass wir vor allem im Bereich von fiktio­nalen Filmen und Serien umdenken und inter­na­tional aufholen müssen.“ Die heimi­schen Produk­tionen müssten sich seit geraumer Zeit besonders an drama­tur­gisch immer ausge­feil­teren inter­na­tio­nalen Serien messen lassen, „die auch hierzu­lande immer mehr Zuschauer binden“. Das Problem sei, dass der deutsche Zuschauer bei ARD und ZDF nicht mehr an Experi­mente gewöhnt ist. „Das war ja früher komplett anders mit den Fernseh­spielen, die in den Sechziger-, Siebziger- und Anfang der Achtzi­ger­jahre gezeigt worden sind.“ Damals habe man sich etwas getraut. „Dieser Mut fehlt heute. Problem sei auch, dass in Innova­tionen nicht genug Geld inves­tiert wird. Genau das wäre aber meine Forderung an ein beitrags­fi­nan­ziertes Fernsehen.“ Und das ist jetzt die Fernsehre­vo­lution? (frei zugänglich)