[Archiv] News bis 31.12.2021

Neue DOK-Leipzig-Leiterin im Interview: „TV-Sender zu kritisieren ist rückwärtsgewandt“

Im Interview mit Spiegel online sagt Leena Pasanen, seit Januar Leiterin des  Inter­na­tio­nalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Anima­ti­onsfilm, seitdem sie in Deutschland ist, werde sie immer wieder aufge­fordert, das deutsche Fernsehen für seine Förder­po­litik zu kriti­sieren. „Daran habe ich aber kein Interesse. Ich bin in Finnland bewusst aus dem Fernseh­ge­schäft ausge­stiegen, weil ich nicht mehr an das klassische Sender­modell glaube.“ Den Filmin­ter­es­sierten sei es egal, auf welchem Weg sie an einen Film kommen, Haupt­sache, er sei dann verfügbar, wenn es ihnen passt. „Fernseh­sender zu kriti­sieren, halte ich deshalb für rückwärts­ge­wandt. Statt­dessen müssen wir sehen, was es für neue, nachhaltige Modelle der Finan­zierung und des Vertriebs geben kann.“

„Geschockt“ sei sie über den geringen Frauen­anteil gewesen: „Ich konnte gar nicht glauben, wie wenige Filme von Frauen für den deutschen Langfilm-Wettbewerb einge­reicht worden waren. Das wird uns in den nächsten Jahren noch sehr beschäf­tigen.  Neue Dok-Leipzig-Chefin: TV-Sender zu kriti­sieren ist rückwärts­ge­wandt“ (frei zugänglich)

Weitere Infor­ma­tionen auf den Seiten des 58. Inter­na­tio­nalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Anima­ti­onsfilm (frei zugänglich)