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Neuer HR-Intendant: „Rundfunkbeamter statt unabhängiger Manager“

Der Rundfunkrat des Hessi­schen Rundfunks (HR) habe Manfred Krupp zum neuen Inten­danten des Senders gewählt, meldet epd Medien aktuell. 21 der 30 anwesenden Rundfund­rats­mit­glieder hätten am Freitag für Krupp gestimmt, es habe neun Gegen­stimmen gegeben. Der bisherige HR-Fernseh­di­rektor und Vize-Intendant sei der einzige Kandidat für den Posten gewesen: Manfred Krupp wird neuer HR-Intendant

Zur Presse­mit­teilung des Hessi­schen Rundfunks: Manfred Krupp neuer Intendant des Hessi­schen Rundfunks (frei zugänglich)

In seiner „Medienkommissar“-Kolumne im Handels­blatt rühmt Hans-Peter Siebenhaar ORF-Chef Alexander Wrabetz, der als „Medien­ma­nager des Jahres“ ausge­zeichnet werde. Dessen Inten­dan­ten­kol­legen in Deutschland könnten davon nur träumen: „Dort geht das Weiter­wurschteln weiter, wie der Hessische Rundfunk zeigt.“ Für die Nachfolge des überra­schend zurück­ge­tre­tenen Inten­danten Helmut Reitze habe nur ein einziger Kandidat zur Verfügung gestanden, und der komme „natürlich“ aus den eigenen Reihen. Manfred Krupp habe seit 32 Jahren „sein ganzes Berufs­leben beim Hessi­schen Rundfunk“ verbracht, dabei hätte gerade die „verkrustete Frank­furter Rundfunk­an­stalt mit 1550 Angestellten, die innerhalb des ARD-Verbundes besonders viel Reform­bedarf hat, einen Moder­ni­sierer von außen verdient“. Dass man sich
für einen „Rundfunk­be­amten statt für einen unabhän­gigen Manager“ entschieden habe, sei ein Problem für den Sender und für die Gebüh­ren­zahler: Rundfunk­be­amter oder Manager? (frei zugänglich)