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Position

Offener Brief von Stefan Arndt (X Filme), Sven Burgemeister (Goldkind Film), Jacob Claussen (Claussen+Wöbke+Putz) und Max Wiedeman (Wiedemann & Berg) an den Verband Deutscher Filmproduzenten e.V., den film & fernseh produzentenverband nrw e.v. und die VFFVmedia e.V. zur Pressemitteilung „Novellierung des FFG“

Sehr geehrte Damen und Herren,

in einer Presse­mit­teilung kommen­tieren Sie das gemeinsame Positi­ons­papier der Produ­zen­ten­al­lianz, HDF Kino, VdF und BVV zur Novel­lierung des Filmför­de­rungs­ge­setzes und sprechen sich als Verband gegen die Stärkung der Referenz­mit­tel­för­derung aus.

Sie argumen­tieren mit der Aufzählung von fünf Filmen: „Die Blech­trommel“, „Jenseits der Stille“, „Das Leben der Anderen“, „Sophie Scholl“ und „Das weiße Band“. Vier dieser Filme haben wir produ­ziert: „Jenseits der Stille“ (Claussen+Wöbke), „Das Leben der Anderen“ (Wiedemann & Berg), „Sophie Scholl“ (Goldkind) und „Das weiße Band“ (X Filme).

Sie haben uns nicht um Autori­sierung gebeten oder gefragt, ob wir diese Position mit Ihnen teilen, so wie es sich unter Kollegen gehört.

Dabei hätten Sie sich bei der Durch­sicht der Mitglied­schaften auf der Website der Produ­zen­ten­al­lianz leicht infor­mieren können, dass vier der fünf von Ihnen für Ihre Argumen­tation verwen­deten Filme von Produk­ti­ons­firmen produ­ziert wurden, die  Mitglieder der Produ­zen­ten­al­lianz-Sektion Kino sind. Lediglich „Die Blech­trommel“ (1979) wurde von einer Firma produ­ziert, die in einem Ihrer Verbände Mitglied ist.

Ihr Text ist deshalb extrem irreführend und täuscht in unserem Fall einen falschen Sachverhalt vor. Gestärkte Referenz­mit­tel­för­derung ist vor allem auch zum Vorteil von Filmen mit kulturell nachhal­tiger Bedeutung. Die Referenz­mittel, die mit den von Ihnen genannten Filme generiert wurden, haben es uns Produ­zenten ermög­licht, neue kulturell wichtige Filme zu reali­sieren. Wir als echte, unabhängige Filmpro­duk­ti­ons­firmen unter­stützen den Stand­punkt der Produ­zen­ten­al­lianz, Sektion Kino, ausge­drückt im Positi­ons­papier zur Stärkung der Referenz­film­för­derung, umfassend.

Deshalb betrachten wir es als Ehren­sache unter Produ­zenten-Kollegen, dass Sie unsere Produk­tionen nur dann für Ihre Argumen­ta­tionen und Positionen aufnehmen, wenn wir diese auch teilen, auch damit Ihrer­seits der Eindruck der Vorsätz­lichkeit vermieden wird.

In der Konse­quenz wären die Titel aus der aktuellen Meldung unver­züglich zu entfernen und dies gegenüber den bereits infor­mierten Medien korri­gierend anzuzeigen, auch dies ist eine Ehren­sache.

Vielen Dank.

 

Mit freund­lichen Grüssen

tefan Arndt (X Filme)
Sven Burge­meister (Goldkind Film)
Jacob Claussen (Claussen+Wöbke+Putz)
Max Wiedeman (Wiedemann & Berg)