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Portrait Jobst Benthues /Red Seven Entertainment

Elf Jahre sei Jobst Benthues Unter­hal­tungschef bei ProSieben gewesen, jetzt lege er Shows für die ganze Gruppe auf – „und  verbreitet Angst und Schrecken bei den freien Produ­zenten“, schreibt Peer Schader in der Frank­furter Allge­meinen. Vor einem Jahr sei Benthues Geschäfts­führer der von Pro Sieben Sat.1 neu gegrün­deten Produk­ti­ons­firma Red Seven Enter­tainment geworden, die Unter­haltung für alle Sender der Gruppe produ­zieren soll. Neue Freunde habe er dadurch keine gewonnen, im Gegenteil: „Die unabhän­gigen Produ­zenten fürchten, dass künftig weniger Aufträge bei ihnen landen werden, weil Red Seven bevorzugt werden könnte.“ Das sei Unfug, sage Benthues: „Mein Ziel ist es, eine inspi­rierte Produk­ti­ons­firma aufzu­bauen – und nicht, da alles hinein­zu­raffen, was auf dem Markt ist. Wenn ich zwei oder drei Flops nachein­ander habe, muss ich mit den Sendern die gleichen Diskus­sionen führen wie jeder andere Produzent auch.“

Völlig unbegründet scheine die Furcht der Branche aber nicht zu sein, schreibt Schader weiter. Gerade mal ein Jahr gebe es Red Seven jetzt, und in dieser kurzen Zeit habe die Firma bereits „so viele Shows produ­ziert, dass einem ganz schwin­delig werden kann, und damit Sende­plätze belegt, für die die Sender nicht mehr im Markt einkaufen müssen.“ Wegge­nommen kriegt niemand was, beteuere Benthues. Die Frage sei aber eher, was künftig noch übrig bleibe. Die Vorteile für Pro Sieben Sat.1 seien klar. Die Gruppe spare sich Ausein­an­der­set­zungen mit unabhän­gigen Produk­ti­ons­firmen, die zunehmend darauf bestehen, von ihnen produ­zierte Inhalte teilweise selbst zu vermarkten: Er zeigt uns gern den Stein der Schande (FAZ, 29.09.2009, Nr. 226 / Seite 41 – Medien)