Die Werbeform nimmt neue Dimensionen an: Angesichts des Erfolgs von Netflix und Co. fordert Otto Kettmann, Vorsitzender des Verbands für Product Placement und Branded Entertainment, in seinem Gastbeitrag für W&V die Regeln für Product Placement in den unterschiedlichen audiovisuellen Kanälen gleichzustellen: Aus seiner Sicht habe die Debatte um das (vermeintliche) Product Placement in der Amazon-Serie "Pastewka" „die vollständige Hilflosigkeit der Landesmedienanstalten“ offenbart. Das habe „der Versuch .. gezeigt, über den Umweg der luxemburgischen Medienaufsicht die überflüssige Regulierung des deutschen Rechts zum europäischen Standard zu machen.“
Kettmann schreibt zu den aktuellen Regelungen im deutschen Medienrecht, dass diese „ ablehnend gegen Werbung geprägt und gegen Innovationen gerichtet“ seien. Kettmann weiter: „Umgekehrt sorgen die Regeln dafür, dass in Deutschland die Qualität des Fernsehens abnimmt, weil die Redaktionen wegen des Pauschalverdachtes der Schleichwerbung Markenauftritte scheuen. Dies mündet in Fernsehproduktionen, in denen heute noch grundsätzlich Autos der vorletzten Generation gefahren oder Suchmaschinen mit Fantasienamen gezeigt werden.“ Streaming macht neue Regeln beim Product Placement nötig
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