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Süddeutsche Zeitung: Fernsehredakteure brauchen Macht

Aus dem Fall Doris Heinze würden allmählich Konse­quenzen gezogen, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeut­schen Zeitung. Es gebe mehr Entschei­dungs­stufen, mehr Gremien, mehr Konsens­bildung und weniger Macht für Einzelne. Für einen Moment möge das demokra­tisch, politisch korrekt, vernünftig klingen, „es wäre nur leider in diesem Fall exakt die falsche Antwort – mit weitrei­chenden Folgen nicht nur für die Qualität des Fernsehens, sondern gerade auch für den deutschen Kinofilm.“

Filme brauchten Macht, schreibt Kniebe weiter, und weil die Umstände, unter denen hierzu­lande Filme entstehen, momentan nicht zu verändern seien, brauchten auch Fernseh­re­dak­teure Macht. „Diese nun zu beschneiden und noch mehr Gremien zu instal­lieren, wäre fatal. Nur indivi­du­eller Geschmack ist in der Lage, großes Kino zu schaffen – auch wenn er fehlgehen kann“: Am Tag, an dem die Hölle einfriert (SZ vom 31.10.2009, Seite 13 – Feuil­leton)