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30 Mio. Euro weniger für die Degeto

In der ARD gebe es Überle­gungen, die Produk­ti­ons­tochter Degeto personell, inhaltlich und finan­ziell zu verändern, schreibt Chris­topher Keil in der Süddeut­schen Zeitung. Die ARD stelle der Degeto für „die Beschaffung und der Erwerb von Lizenzen an Fernseh­sen­dungen aller Art, auch in Form von Kofinan­zie­rungen, Produk­ti­ons­be­tei­li­gungen und Auftrags­pro­duk­tionen“ ungefähr 400 Millionen Euro zur Verfügung habe dafür 2008 beinahe 3000 Programm­stunden fürs Erste bekommen. Die Degeto sei, „wenn man annimmt, dass davon circa 250 Millionen Euro in die Geschäfts­ziele Eigen­pro­duktion, Kofinan­zie­rungen und Produk­ti­ons­be­tei­li­gungen fließen, der mächtigste deutsche Auftrag­geber für TV-Movies.“  Fast zehn Prozent, um 30 Millionen Euro, wollten die Gesell­schafter, die Landes­rund­funk­an­stalten, abziehen, um andere Projekte zu finan­zieren.

Als Nachfol­gerin für den Degeto-Ko-Geschäfts­führer Jörn Klamroth, der Mitte kommenden Jahres 67 Jahre alt und verab­schiedet würde, sei nach Infor­ma­tionen der SZ Bettina Reitz, die derzeit beim Bayeri­schen Rundfunk für Fernsehfilm und Kino-Kopro­duk­tionen verant­wortlich ist, die Favoritin, schreibt Keil weiter. „Eine Entscheidung könnte vor Herbst fallen, es wäre eine für die ARD frühe und weitsichtige Weichen­stellung. Es würde dann wohl auch eine neue Aufga­ben­ver­teilung in der Degeto-Geschäfts­führung geben.“ Reitz, dieals integer gelte und für Qualität stehe, wäre eine einfluss­reiche Partnerin für Jurgan: Korrek­turen, ja – aber der Kitsch soll bleiben (frei zugänglich)