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51. Grimme-Preis: Trophäen in Marl vergeben

Der Grimme-Preis belohne Qualität im Fernsehen, schreibt Focus Online. Er sei daher in Zeiten standar­di­sierter Formate und angesichts des Quoten­drucks besonders wichtig. „Der Preis gewinnt eher an Bedeutung“, befindet auch Medien-Profes­sorin Joan Kristin Bleicher. Durch den Grimme-Preis sei einigen Formaten erst der Weg geebnet worden. Manchmal gingen Publi­kums­ge­schmack und die Gunst der Grimme-Jury aller­dings auch ausein­ander, sagte Bleicher. „Der Grimme-Preis ist eben kein Quoten­garant.“ – ARD, ZDF & Co. unter sich – Deutscher TV-Oscar für Tukur (frei zugänglich)

Jochen Hieber hebt in der Frank­furter Allge­meinen Zeitung die Reform­pläne der neuen Leiterin des Grimme-Instituts Frauke Gerlach hervor. Mehrfach habe Gerlach inzwi­schen annon­ciert, den Preis „mit drei großen Linien“ refor­mieren zu wollen. Losgehen soll es bald nach der diesjäh­rigen Verleihung. Bis Ende September soll der Reformplan stehen, die im Herbst begin­nende neue Runde des Grimme-Preises könne bereits einem revidierten Statut folgen: Wie zeichnet man Fernsehen am besten aus? (frei zugänglich)

Es gebe genügend Stellen, an denen angesetzt werden könne, um im nächsten Jahr dann zu einem erneu­erten Grimme-Preis begrüßen zu können, schreibt Thomas Lückerath auf DWDL.de und beschei­nigte der Veran­staltung eine „routi­nierte Preis­vergabe“: 51. Grimme Preis: Frei von Tief- und Höhepunkten (frei zugänglich)

Sämtliche Auszeich­nungen gingen an die öffentlich-recht­lichen Sender, das Privat­fern­sehen ging komplett leer aus, fasst die Medien­kor­re­spondenz die Vergabe zusammen. Schon bei den Nominie­rungen hätten die öffentlich-recht­lichen Veran­stalter klar dominiert. Auffällig seien in diesem Jahr die ausge­zeich­neten Produk­tionen im Bereich „Fiktion“ gewesen, da keine einzige ZDF-Produktion darunter sei: Die Grimme-Preise 2015: Auszeich­nungen am gestrigen Freitag­abend in Marl verliehen (frei zugänglich)