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ARD-Intendantentagung: Mehreinnahmen, Jugendkanal, „Tatort“-Ausschreibung

Die ARD erhebe keine Ansprüche auf die Mehrein­nahmen nach der Reform der Rundfunk­ge­bühren, habe der ARD-Vorsit­zende Lutz Marmor am Dienstag nach der zweitä­gigen Sitzung der ARD-Inten­danten in Berlin gesagt, schreibt Kurt Sagatz im Tages­spiegel. Die ARD habe für die laufende Gebüh­ren­pe­riode einen Bedarf angemeldet, der nicht einmal die Infla­ti­onsrate abdecke, so Marmor weiter. Dennoch werde es keine Nachfor­de­rungen geben. Die Entscheidung über die Gebüh­ren­mil­liarde sei jedoch nicht das einzige Thema, bei dem die ARD den Ball im Feld der Bundes­länder sieht. Es sei auch um den geplanten Jugend­kanal gegangen, für den in Kürze der Rundfunk­kom­mission der Länder ein geändertes Konzept vorgelegt werden solle. Der MDR wolle bei der Entwicklung des Sachsen-„Tatorts“ neue Wege gehen und die Produktion offen über das Internet ausschreiben, habe kündigte MDR-Fernseh­di­rektor Wolf-Dieter Jacobi angekündigt. Zu einem allge­meinen Modell dürfte die offene Ausschreibung jedoch nicht werden. RBB-Inten­dantin Dagmar Reim habe entgegen gehalten, dass viele Produ­zenten gar nicht begeistert seien, für jedes Projekt an einem Ratten­rennen mit teuren Vorleis­tungen teilnehmen zu müssen: „Bei uns bleibt kein Euro“ (frei zugänglich)