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ARD-Pensionen: „Anstieg bei den Luxus-Versorgten verhindern“

Die wachsenden Kosten für die Alters­ver­sorgung bei den Öffentlich-Recht­lichen sorgten kurz vor der nächsten Tarif­runde für Streit unter den Sendern, berichtet der Spiegel. Bisher seien die Alters­bezüge im selben Maß wie die Gehälter der Mitar­beiter gestiegen, zuletzt um fast drei Prozent jährlich. Der Verwal­tungs­ratschef der Deutschen Welle, Peter Clever, habe im Frühjahr den Vorsit­zenden der ARD-Finanz­kom­mission, Albrecht Frenzel, gebeten, auszu­rechnen, „wie viel die ARD-Sender in 15 bis 20 Jahren für Pensionen ausgeben müssten, wenn der Anstieg bei einem oder zwei Prozent gedeckelt würde“. Frenzel habe ihm mitge­teilt, die Zahlen lägen in den ARD-Anstalten nicht vor und müssten erst von einem Versi­che­rungs­ma­the­ma­tiker erhoben werden. Immerhin habe die ARD-Finanz­kom­mission berechnet, dass der Rückstel­lungs­bedarf aller ARD-Sender für Pensionen bei einer Deckelung bei einem Prozent um 690 Millionen Euro sinken würde. „Es geht nicht darum, Pensionen zu kürzen, sondern darum, einen Anstieg bei den ohnehin Luxus-Versorgten zu verhindern, der öffentlich nicht zu recht­fer­tigen ist“, zitiert der Spiegel Peter Clever: Kontro­verse um Pensi­ons­zah­lungen (Spiegel 51, 15.12.2014, S. 141 – Medien)