ARD und ZDF wollen nicht länger für die Verbreitung ihrer Programme in den drei großen privaten Kabelnetzen zahlen, meldet Spiegel online. Die Verträge mit den Netzbetreibern seien fristgerecht zum 31. Dezember gekündigt worden, hätten die beiden öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten am Montag in Mainz und Köln mitgeteilt. Schon bei der sogenannten Bedarfsanmeldung für ihre Etats in der neuen Gebührenperiode ab 2013 keine Kabeleinspeisungskosten mehr angegeben worden, was auf eine Kündigung der Verträge hingedeutet habe. Bisher hätten die Sender den Konzernen rund 60 Millionen Euro gezahlt: ARD und ZDF wollen gratis zum Zuschauer (frei zugänglich)
Bei den Privatsendern werde dagegen überwiegend noch gezahlt – teilweise seien sie aber auch über zusätzliche Programmangebote wie HD-Kanäle an den Einnahmen der Kabelfirmen beteiligt, schreibt Steffen Grimberg in der tageszeitung. Der Privatsenderverband VPRT habe den Vorstoß der Öffentlich-Rechtlichen begrüßt: Ende des deutschen Sonderwegs (frei zugänglich)
Zur Pressemitteilung des ZDF: Intendant Bellut: „Einspeisegebühr ist historisch überholt“ (Link auf PDF-Dokument, frei zugänglich)
Zur Pressemitteilung der ARD auf den Seiten von News Aktuell: MDR-Intendantin Wille: Rahmenbedingungen haben sich verändert (frei zugänglich)