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Auftragsproduktionen: Für den Sender „häufig fremde Kinder“

Der Produzent der dreitei­ligen Dokumen­tation „Das Weltreich der Deutschen“ (Broadview.TV), Sebastian Dehnhardt, spricht im Interview mit DWDL.de über das Projekt, die Mutlo­sigkeit deutscher Privat­sender und das inter­na­tionale Interesse an deutschen Produk­tionen.

Auf die Frage, warum ist der deutsche TV-Export „generell dann doch vergleichs­weise klein“ ist, antwortet Dehnhardt, der deutsche TV-Export sei nur klein gemessen an der Menge, was in Deutschland für Fernsehen ausge­geben wird. „Wir glauben, dass sich Rechte besser verkauften, wenn sie beim Produ­zenten belassen werden, anstatt dass sie beim Sender liegen.“ Passierte dies flächen­de­ckend,  wären weit größere Verkaufs­er­folge möglich. „ Als Produzent ist man auf Grund unseres Systems der Auftrags­pro­duktion leider viel zu oft wie eine junge Mutter, die ihr Kind wider Willen gleich nach Geburt außer Haus geben muss und nicht mehr mit aufziehen darf. Für den Sender sind das aber häufig fremde Kinder, die gerne wegge­sperrt werden. In dem Moment, in dem sie als Produzent auch beim Vertrieb und der Vermarktung mit dabei sind, sind die inter­na­tio­nalen Erfolgs­chancen größer“: „Mutlos“: Doku-Produzent Dehnhardt rügt Privat­sender (frei zugänglich)