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BFFS-Mindestgagenforderung für Berufsanfänger: Schlicht unrealistisch

Regel­mäßig lägen sich der Bundes­verband der Film- und Fernseh­schau­spieler (BFFS) und die Produ­zenten „in den Haaren“, schreibt Tilmann P. Gangloff in Blickpunkt:Film. Jüngster Anlass sei die BFFS-Forderung  nach einer Mindestgage für Berufs­an­fänger. Mathias Schwarz, Verhand­lungs­führer der Produ­zen­ten­al­lianz halte das schlicht für „unrea­lis­tisch“: „In Zeiten leider zunehmend sinkender Budgets können die Produ­zenten keine Tages­gagen von 1000 Euro für unbekannte Anfänger bezahlen.“ Die Produ­zen­ten­al­lianz zeige sich aber kompro­miss­bereit und habe dem BFFS angeboten, zunächst über den Kinofilm und über Gagen­un­ter­grenzen für ausge­bildete Schau­spieler zu verhandeln. Aller­dings sei es laut Schwarz „ein Problem, dass es sehr unter­schied­liche Produk­tionen und auch sehr unter­schied­liche Anfor­de­rungen an schau­spie­le­rische Leistungen gibt“. Entspre­chend schwierig sei es, eine „One Fits All“-Lösung zu finden. Dass Primetime-Produk­tionen mit niedri­geren Budgets auskommen müssen, nur weil es sich um Nachwuchs­filme handelt, halte auch Schwarz für einen Skandal. Anderer­seits „müssen wir nach Möglich­keiten suchen, jungen Regis­seuren mit gewag­teren Projekten eine Chance zu geben“: Streit um Gagen in Debüt­filmen weitet sich aus