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BR: „Programm verliert durch Informationsdirektion wichtige Finanzmittel“

Die Einrichtung einer multi­me­dialen Infor­ma­ti­ons­di­rektion beim Bayeri­schen Rundfunk, die Redak­tionen aus Hörfunk, Fernsehen und Internet zusam­men­fasst, sei „sicher nicht umsonst“, schreibt Jörg Michael Seewald in der Frank­furter Allge­meinen. Intern werde „natürlich“ gerätselt, wo die Mittel für die neuen Struk­turen herkommen sollen. Dem Verwal­tungsrat sei zugesi­chert worden, dass außer der Perso­nalie des Hörfunk­di­rektors keine weiteren Perso­nal­kosten entstehen, doch fürch­teten Kritiker, „dass es am Ende wie bei der Ausschreibung öffent­licher Bauvor­haben läuft: Ist der Bau erst einmal begonnen, werden die nachfol­genden Kosten zähne­knir­schend abgesegnet.“

Seewald fragt, ob neben den Inter­net­auf­tritten „daserste.de“ und „tagesschau24“ online ein bayeri­sches Infor­ma­ti­ons­portal „die Welt beglücken“ solle und ob die bayerische Infor­mation im ARD-internen Wettbewerb der Sender eigens ein eigenes Haus bekommen müsse oder ob „nicht vielmehr jeder verfügbare Gebühren-Euro ins darbende Programm inves­tiert werden“ sollte. „Einer aus dem Inneren des BR“ meine, es sei typisch, dass „neue Organi­gramme nun wichtiger würden als Inhalte und Struk­tur­dis­kus­sionen“ und dass das Programm durch die Infor­ma­ti­ons­di­rektion „selbst­ver­ständlich“ wichtige Finanz­mittel verliere: Das wird was kosten (FAZ, 29.11.2013, Seite 39 – Medien)