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Bundeskanzlerin Merkel in Hollywood: „Filmwirtschaft als Wirtschaftsfaktor nicht unterschätzen“

„Wir sind Hollywood? Nun ja, ein bisschen vielleicht“: In einer Seite-3-Reportage beschreibt Nico Fried in der Süddeut­schen Zeitung Angela Merkels „Dienst­reise unter der Sonne Kalifor­niens“. FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf, Mtglied der Reise­de­le­gation, könne erklären, welchen Sinn es hat, wenn die Kanzlerin sich hierher bemüht. Die großen Studios produ­zierten ihre Filme immer häufiger im Ausland, gerne in Kanada, oft in England, aber auch in Deutschland. In dieser Konkurrenz lohne es sich, wenn die Kanzlerin Werbung mache.

Die Bundes­kanz­lerin habe eine kurze Rede gehalten und die Bedeutung von Los Angeles, der Wirtschaft allgemein und der Filmin­dustrie im Beson­deren betont. Manch einer aus der Filmin­dustrie würde sich wünschen, so Fried weiter, dass die Bundes­re­gierung die Förderung erhöht. 20 Prozent gebe es für eine auslän­dische Produktion, aber maximal vier Millionen Euro. Deshalb würden Produ­zenten mit Filmen, die mehr als 20 Millionen Euro kosten, womöglich anderswo hingehen. Volks­wirt­schaftler hätten ausge­rechnet, dass für jeden Euro Fördergeld sechs Euro wieder zurück­fließen. „Merkel sagt nur, man dürfe die Filmwirt­schaft als Wirtschafts­faktor jeden­falls nicht unter­schätzen“: Der ameri­ka­nische Traum (SZ vom 16.4.2010, Seite 3)

Zur Presse­mit­teilung der Filmför­de­rungs­an­stalt: FFA-Präsident Junkersdorf als Mitglied der Reise­de­le­gation von Bundes­kanz­lerin Merkel bei filmpo­li­ti­schen Gesprächen in den USA (frei zugänglich)