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Cannes: „Breiter Zustrom von Subventionen“

„Wer auch immer der umtriebige Geist im Hinter­grund ist, der hier in Cannes die Auftritte unseres Kultur­staats­mi­nisters arran­giert – er muss gewisse Ambitionen als Regisseur haben“, schreibt Tobias Kniebe in der Süddeut­schen Zeitung. Beim tradi­ti­ons­reichen deutschen Empfang sei Bernd Neumann diesmal so platziert worden, dass er noch meilenweit auf der Uferpro­menade zu sehen und zu hören gewesen sei und dabei gleich die ganze Stadt in den Blick genommen hätte. „Cannes wäre nichts mehr ohne die Politik, sollte das wohl heißen. Und es stimmt ja auch.“ Ohne den breiten Zustrom von Subven­tionen wäre in Cannes „tatsächlich nur halb so viel los“.

Die Botschaft in diesem Jahr sei, so Kniebe weiter: „Wir halten durch, wir sind immer noch da, wir haben trotz allem Spaß – und unsere Förder­gremien und Regie­rungen werden uns schon nicht im Stich lassen.“ Es soll sogar wieder aufwärts gehen, heiße es, der Filmmarkt melde erste promi­nente Verkäufe, lange könne das mit der Krise also nicht mehr dauern – „wenn bloß die Filme nicht so depri­mierend wären“: Herde der Jammer­lappen (SZ vom 20.05.2010 – Feuil­leton)