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„Carlos“ und weitere deutsche Koproduktionen in Cannes

Nun sei es offiziell, meldet Blickpunkt:Film: „Carlos, der Schakal“ werde auf dem kommenden Festival de Cannes laufen. Die Egoli-Tossell-Kopro­duktion sein eine gekürzte Version eines fünfstün­digen Fernseh­drei­teilers. Erstmalig in der Geschichte des Festivals werde damit ein TV-Format bzw. „Amphi­bi­enfilm“ in der Sélection Officielle berück­sichtigt: „Carlos, der Schakal“ läuft in Cannes

Die Presse­mit­teilung von German Films im Wortlaut:

Weitere deutsche (Ko)Produktionen in Cannes

Die Quinzaine des Réali­sa­teurs hat in diesem Jahr – unter der neuen Leitung von Frédéric Boyer – PICCO von Philip Koch einge­laden. Der Debütfilm des Regis­seurs wurde produ­ziert von Walker + Worm Film/München und basiert auf wahren Begeben­heiten. Der Film erzählt sehr einfühlsam und authen­tisch, aber kompro­misslos die Eskalation der Gewalt in einer Vierer­zelle einer Jugend­voll­zugs­an­stalt.

Die deutsch-inter­na­tionale Kopro­duktion THE LIGHT THIEF von Aktan Arym Kubat (DE/FR/NL/KG) ist ebenfalls hier zu sehen. Deutscher Produzent ist die Pallas Film/Halle. Der Held des Films ist ein unver­wüst­licher Elektriker, der ein wunder­bares und offenes Herz besitzt und der den Einwohnern seiner kleinen Stadt nicht nur das elektrische Licht (das oft ausgeht), sondern auch das Licht der Liebe, der Loyalität, des Lebens und vor allem des Lachens bringt.

Deswei­teren sind noch drei franzö­sisch-deutsche Kopro­duk­tionen im Offizi­ellen Programm zu vermelden. Der Wettbe­werbs­beitrag LA PRINCESSE DE MONTPENSIER von Bertrand Tavernier, kopro­du­ziert von Pandora Filmproduktion/Köln, basiert auf der gleich­na­migen Kurzge­schichte von Madame de la Fayette über eine Prinzessin im 16. Jahrhundert, die einem Prinzen versprochen ist, aber einen anderen Mann liebt.

Nun bestätigt im Offizi­ellen Programm, Out of Compe­tition, ist CARLOS DER SCHAKAL von Olivier Assayas. Deutscher Produzent des Films ist Egoli Tossell Film. Es ist das Porträt eines Mannes, der zu Zeiten des Kalten Krieges den inter­na­tio­nalen Terro­rismus erfand.

Als Séance Speciale ist der Dokumen­tarfilm NOSTALGIA DE LA LUZ von Patricio Guzman, der von Blinker Film/Köln kopro­du­ziert wurde, zu sehen. Drei Suchak­tionen bilden den Dreh- und Angel­punkt des Films: die wissen­schaft­liche Suche nach den jüngsten Lichtern des Universums, die Suche der Familien der Opfer Pinochets nach ihren Angehö­rigen und die Suche der chile­ni­schen Regierung nach einem Ausweg aus der Misswirt­schaft.

Die Semaine de la Critique zeigt BI DON’T BE AFRAID von Phan Dang Di (VN/FR/DE), der mit Mitteln aus dem World Cinema Fund unter­stützt wurde. Der Film erzählt aus dem Leben des sechs­jäh­rigen Bi, der zusammen mit seiner Familie in einem alten Haus in Hanoi lebt.

Weitere Infor­ma­tionen auf den Seiten des 63. Festival de Cannes (frei zugänglich)