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CSU-Filmgespräch: „Riss zwischen Produzenten und Sender sitzt tief“

Beim 39. CSU-Filmge­spräch habe Ilse Aigner, Staats­mi­nis­terin für Wirtschaft und Medien, Energie und Techno­logie, den Ausbau junger Talente, die Förderung der Produktion und den Erhalt der attrak­tiven Kinoland­schaft als die drei wichtigsten Felder umrissen, berichtet Blickpunkt:Film: „Die bayeri­schen Produk­tionen stehen für hohe Qualität.“ Nur ständen deren Produ­zenten unter dem Spardiktat der öffentlich-recht­lichen Anstalten, trotz höherer Einnahmen steige der „wirtschaft­liche Druck auf die Produ­zenten“ habe Christoph Palmer, Vorsit­zender der Geschäfts­führung der Produ­zen­ten­al­lianz, moniert.

ZDF-Intendant Thomas Bellut habe gesagt, der Stellenwert des Films zu anderen Programm­in­halten habe sich in der Quantität nicht verändert. Das hätten nicht nur Panelisten wie Palmer oder Uli Aselmann bezweifelt. Ilse Aigner habe an den Kultur­auftrag erinnert und sich mehr Kinofilme zur Primetime gewünscht. Aus dem Publikum seien u. a. Forde­rungen nach einem festen Sendetag für deutsche Kinofilme und Kritik am Versuch der Sender, mehr VoD-Rechte zu allokieren, gekommen.

„Der Riss zwischen Produ­zenten und Sender sitzt tief“, so Blickpunkt:Film weiter, von „fairem Umgang“ oder Verhand­lungen auf Augenhöhe sei keine Spur. Einigkeit habe darüber geherrscht, zu viel gezahlte Gebühren lieber ins Programm zu stecken. Bei der von Christoph Palmer gefor­derten Umwandlung des schon in England und Frank­reich abgeschafften Kost-Plus-Modell hin zu einem Lizenz­modell mit einer zeitlich und räumlich limitierten Rechte­vergabe habe Konsens geherrscht: Heiße Diskus­sionen beim 39. CSU-Filmge­spräch