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Degeto: Etat-Überziehung den Intendanten schon im März bekannt?

Die Schwie­rig­keiten der ARD-Tochter Degeto kämen für die Inten­dan­tinnen und Inten­danten der Landes­rund­funk­an­stalten angeblich nicht überra­schend, schreibt Marc Bartl bei Kress online. Laut „Focus“ hätten die Sender­ver­ant­wort­lichen, die zugleich Aufsichtsräte der Degeto sind, bereits im März erkannt, dass der Produk­ti­ons­rahmen deutlich überzogen war. Damals sei der Jahres­ab­schluss 2010 vorgelegt worden. Die Degeto habe dem „Focus“ zufolge unter Geschäfts­führer Hans-Wolfgang Jurgan im vergan­genen Jahr 388 Mio Euro für die Programm­be­schaffung ausge­geben, 2009 sollen es sogar 426 Mio Euro gewesen sein. Bislang wurde das Etatvo­lumen hierfür laut „Focus“ stets mit rund 250 Mio Euro pro Jahr beziffert: Inten­danten wussten angeblich von der Schieflage (frei zugänglich)

Allein, was bisher zu Tage trat, wird ARD-intern als gravierend einge­schätzt“, schreibt Chris­topher Keil in der Süddeut­schen Zeitung. So solle Jurgan – wenn man von Projekten absehe, die früher begonnen und finan­ziert werden mussten, als zunächst vorge­sehen, was in der Filmpro­duktion oft vorkomme – insgesamt für zwischen 25 und 30 Millionen Euro mehr beauf­tragt haben, als seine Etats im Zeitraum 2009 bis 2012 herge­geben hätten: Es wird eng für Planer Jurgan (frei zugänglich)