PRESSEMITTEILUNG

Michael Souvi­gnier erhält Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis 2026 / Der Carl Laemmle VFF Talent­preis 2026 geht an Paulina Lorenz, Jorgo Narjes und Faraz Shariat für „Staats­schutz“

Berlin/Laupheim, 18. September 2026 – Für sein beein­dru­ckendes und außer­ge­wöhnlich vielfäl­tiges Schaffen wurde der Produzent Michael Souvi­gnier im Rahmen einer feier­lichen Gala im Schloss Großlaupheim für „eine Produ­zen­ten­haltung, die auf inhalt­liche Überzeugung und Eigen­ver­ant­wortung setzt“ mit dem Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis 2026 geehrt. Der erste und einzige Produ­zen­ten­preis Deutsch­lands würdigt die besondere Leistung des Produ­zierens im gesamten kreativen und wirtschaft­lichen Prozess des Filmschaffens.

Die Jury des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises 2026 mit Birgit Schulz (Bilder­sturm Filmpro­duktion), Nurhan Şekerci-Porst (Constantin Film), Knut Kremling (Banijay Germany) und Helga Reichert (Filmtage Oberschwaben) ehrt Michael Souvi­gnier als „einen Preis­träger mit einem klaren politi­schen Profil, mit einem starken Standing und mit einem enormen Durch­hal­te­ver­mögen über eine lange Zeit.“

Die Lauda­toren Jochem Wahl, Produzent und Regisseur, Walid Nakschbandi, Geschäfts­führer der Film- und Medien­stiftung NRW, sowie Produzent und Co-Geschäfts­führer von Zeitsprung Pictures Till Derenbach ehrten Michael Souvi­gnier mit sehr persön­lichen Worten und großer Wertschätzung als Menschen, Produ­zenten und Unter­nehmer mit ungewöhn­licher Kreati­vität, großem Mut und hoher gestal­te­ri­scher Kraft für Branche und Gesell­schaft.

Der Preis­träger Michael Souvi­gnier betonte in seiner Dankesrede: „Mein Antrieb ist immer Neugier, Wahrhaf­tigkeit und der Kampf gegen Ungerech­tigkeit. Gerade in der heutigen Zeit braucht man Mut zum Risiko, ganz im Geiste des Filmpio­niers Carl Laemmles. Ich danke allen, die diesen beson­deren Preis ermög­lichen und ganz besonders meinem Team, dass ihr diesen Weg gemeinsam mit mir geht.“

Michelle Münte­fering, CEO und Sprecherin des Gesamt­vor­stands der Produktions­allianz: „Michael Souvi­gnier sucht mit seiner Arbeit stets den Moment, der berührt. Aus Überzeugung und Mensch­lichkeit wächst die Kraft seiner Werke. Er hat etwas zu sagen. Lieber Michael, der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis zeigt: Du wirst gehört! Und ebenso gebraucht, weit über die Branche hinaus. Danke für dein Wirken. Herzlichen Glück­wunsch!“

Ingo Bergmann, Oberbür­ger­meister der Stadt Laupheim: „Die Verleihung des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises war auch in diesem Jahr ein beson­derer Abend für Laupheim. Mit Michael Souvi­gnier wurde ein Produzent ausge­zeichnet, der über mehr als vier Jahrzehnte hinweg ein vielsei­tiges und erfolg­reiches Werk geschaffen und dabei immer wieder auch gesell­schaftlich relevante Themen aufge­griffen hat. Ich gratu­liere Michael Souvi­gnier herzlich zu dieser Auszeichnung und freue mich, dass wir den Preis hier in Carl Laemmles Geburts­stadt gemeinsam mit der Produktions­allianz verleihen konnten.“

Bereits zum zweiten Mal wurden zudem aufstre­bende Produzent:innen mit dem Carl Laemmle VFF Talent­preis ausge­zeichnet. Er geht in diesem Jahr an Paulina Lorenz, Jorgo Narjes und Faraz Shariat für den Film „Staats­schutz“. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert und beinhaltet eine zweijährige Förder­mit­glied­schaft in der Produktions­allianz, die Zugang zu Netzwerken, Veranstaltungen und filmpo­li­ti­schen Diskursen eröffnet.

Dazu Jennifer Stahl, Geschäfts­füh­rerin der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis UG und der Produktions­allianz Campus: „Mit ‚Staats­schutz‘ stehen Paulina Lorenz, Jorgo Narjes und Faraz Shariat für eine Generation von Produzent:innen, die ihre Rolle neu definiert. Sie fragen nicht nur, wie ein Film gemacht wird, sondern auch, warum. Die Jury hat die junge Produk­ti­ons­firma Jünglinge Film ausge­zeichnet, weil sie Haltung nicht erst auf die Leinwand bringt. Sie versteht auch die Bedin­gungen, unter denen Filme entstehen, als Teil der kreativen Arbeit. Genau darin zeigt sich ein neues Selbst­ver­ständnis des Produ­zierens: Verant­wortung beginnt nicht mit dem fertigen Film, sondern lange davor.“

Zur feier­lichen Gala im Schloss Großlaupheim kamen 400 geladene Gäste aus Film, Fernsehen, Politik und Wirtschaft, darunter Ingo Bergmann (Oberbür­ger­meister der Stadt Laupheim), Michelle Münte­fering (CEO und Sprecherin des Gesamt­vor­stands der Produktions­allianz), die Schauspieler:innen und Musiker:innen Anna Loos, Jan Josef Liefers, Alessija Lause, Amanda da Gloria, Isabella Schmid uvm.

Die Gala wurde von Andrea Grießmann moderiert.

Presse­fotos

Für die Bericht­erstattung von der Gala am 18. September 2026 im Schloß Großlaupheim stehen folgende Presse­fotos (© Thomas Nieder­müller /Getty Images for Carl Laemmle UG) zum Download zur Verfügung:

Michael Souvi­gnier
(v.l.n.r.) Michelle Münte­fering, Michael Souvi­gnier, Ingo Bergmann
(v.l.n.r.) Ingo Bergmann, Paulina Lorenz, Jorgo Narjes, Michael Souvi­gnier, Michelle Münte­fering 
Gruppenbild Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis 2026
(v.l.n.r.) Till Derenbach, Walid Nakschbandi, Michelle Münte­fering, Jochem Wahl
(v.l.n.r.): Knut Kremling, Birgit Schulz, Nurhan Şekerci-Porst, Helga Reichert (Die Jury)
Anna Loos, Jan Josef Liefers
Alle Infor­ma­tionen zum Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis

Zum Preis­träger des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises 2026 Michael Souvi­gnier

Neben anfäng­lichen Regie­ar­beiten für non-fiktionale TV-Formate (z. B. „Talk im Turm“) und Werbe­spots wandte sich Michael Souvi­gnier immer mehr der Arbeit als Produzent zu. 1985 gründete er die Produk­ti­ons­firma Zeitsprung Pictures, die er bis heute als Gesell­schafter, Geschäfts­führer und Produzent leitet. Mit Fernseh­filmen wie „Die Mädchen­falle – Der Tod kommt online“ etablierte er Zeitsprung Pictures am deutschen Film- und TV-Markt. Ein beson­derer Erfolg gelang ihm mit dem Sat.1-Zweiteiler „Das Wunder von Lengede“, der insgesamt 11 Millionen Zuschauern eine der erfolg­reichsten Event-Produk­tionen im deutschen Fernsehen war. Für mediales Aufsehen sorgte der Film „Contergan“ über die Auswir­kungen des in den 1960er Jahren verbrei­teten Schlaf­mittels, dessen Ausstrahlung durch eine einst­weilige Verfügung verhindert wurde. Der folgende Rechts­streit führte im Ergebnis nicht nur zu einem mehrfach preis­ge­krönten Film und hervor­ra­genden Zuschau­er­quoten, sondern löste in der ARD eine Themen­woche mit Talkshows und Dokumen­ta­tionen aus. 2010 wurde Michael Souvi­gnier mit dem Grimme Preis ausge­zeichnet. Im Jahr 2022 gewann er für die Produktion von Andreas Kleinerts Filmbio­grafie „Lieber Thomas“ den Deutschen Filmpreis. Zu der über 40-jährigen Erfolgs­ge­schichte der Zeitsprung Pictures zählen zudem inter­na­tionale Strea­ming­pro­duk­tionen wie „Kleo“ (2022, 2024) und inter­na­tional erfolg­reiche Kinohits wie „Der Medicus 2“ (2025).

Zum Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis

Der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis wurde erstmals im Jahr 2017 anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpio­niers und Erfinders von Hollywood Carl Laemmle durch die Produktions­allianz gemeinsam mit Carl Laemmles Geburts­stadt Laupheim ins Leben gerufen. Seither wurden zahlreiche renom­mierte Persön­lich­keiten der deutschen Filmbranche ausge­zeichnet: Roland Emmerich (2017), Regina Ziegler (2018), Stefan Arndt (2019), Prof. Nico Hofmann (2020), Dr. Gabriela Sperl (2022), Thomas Kufus (2023), Martin Moszkowicz (2024) sowie Gabriele M. Walther (2025) gehören zu den Preisträger:innen, die mit ihrem Lebenswerk und ihren wegwei­senden Beiträgen zum deutschen und inter­na­tio­nalen Filmschaffen in Erinnerung bleiben.

Zu den Preisträger:innen des Carl Laemmle VFF Talent­preises 2026

Paulina Lorenz ist Produ­zentin, Autorin und Co-Gründerin von Jünglinge Film. Nach ersten Produk­tionen im Musik­vi­deobe­reich übernahm die gebürtige Hambur­gerin die Produktion des vielfach ausge­zeich­neten Spiel­films Futur Drei, an dem sie über fünf Jahre arbeitete und zudem am Drehbuch mitschrieb. Sie studierte Kultur- und Migra­ti­ons­wis­sen­schaften in Hildesheim, Provi­dence und Kopen­hagen und begleitet heute Serien- und Kinofilm­pro­jekte in Entwicklung und Produktion.

Jorgo Narjes ist deutsch-griechi­scher Produzent. Nach den Studien der Medien- und Kultur­wis­sen­schaften an der Bauhaus-Univer­sität Weimar sowie Filmpro­duktion an der Golds­miths, University of London, arbeitete er für die Londoner Produk­ti­ons­firma Icono­clast und produ­zierte dort unter anderem den mehrfach ausge­zeich­neten Kurzfilm Rebirth Is Necessary. Seit 2018 ist er bei X Filme in Berlin tätig, wo er unter anderem die Antho­logie-Serie Zeit Verbrechen produ­zierte.

Faraz Shariat ist Regisseur, Autor und Produzent sowie Mitgründer des Filmkol­lektivs Jünglinge. Nach ersten Regie- und Schau­spiel­ar­beiten am Schau­spiel Köln studierte er Szenische Künste an der Univer­sität Hildesheim. Sein Debütfilm Futur Drei feierte 2020 Premiere bei der Berlinale und wurde mehrfach ausge­zeichnet. Zu seinen weiteren Arbeiten zählen Regie­ar­beiten für The Baby und Zeit Verbrechen sowie die Produktion der Serie Schwarze Früchte, die 2024 auf dem Tribeca Film Festival gezeigt wurde.

Zum Carl Laemmle VFF Talent­preis

Seit 2025 wird der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis um eine zukunfts­ori­en­tierte Kategorie ergänzt. Der von der VFF Verwer­tungs­ge­sell­schaft der Film- und Fernseh­pro­du­zenten gestiftete Preis ist mit 15.000 EUR dotiert und zeichnet aufstre­bende Produzent:innen aus, die den Schritt in die profes­sio­nelle Film- und Fernseh­branche bereits gegangen sind und sich mit ersten Produk­tionen als kreative wie unter­neh­me­rische Talente behaupten. Bereits die Nominierung beinhaltet eine zweijährige Förder­mit­glied­schaft in der Produktions­allianz, die Zugang zu Netzwerken, Veranstaltungen und filmpo­li­ti­schen Diskursen eröffnet. Ganz im Sinne Carl Laemmles fördert der Talent­preis kreatives produ­zen­ti­sches Potenzial sowie die wertvolle Vernetzung zwischen etablierten Branchenvertreter:innen und aufstre­benden Talenten.

Zu Carl Laemmle

Carl Laemmle, geb. am 17. Januar 1867 in Laupheim, gehört zu den erfolg­reichsten und innova­tivsten Filmpro­du­zenten seiner Zeit. Mit der Eröffnung der Universal City Studios in Los Angeles am 15. März 1915 begründete er Hollywood, die größte und wichtigste Filmme­tropole der Welt. Bis 1936 produ­zierte er unzählige Filme, darunter „Der Glöckner von Notre Dame“, „Das Phantom der Oper“ oder „Im Westen nichts Neues“, wofür er 1930 den Oscar entge­gennahm. Danach machte Universal mit Filmen wie „Dracula“ und „Franken­stein“ das Genre des Horror­films salon­fähig.

Zur Stadt Laupheim

Laupheim, die Geburts­stadt des Filmpio­niers Carl Laemmle, ist ein wirtschaft­licher Knoten­punkt zwischen Stuttgart, Ulm und dem Bodensee. Bis heute ist Carl Laemmle in Laupheim sichtbar, unter anderem durch einen kunstvoll gestal­teten Carl-Laemmle-Brunnen, einen Carl-Laemmle-Weg, das Carl-Laemmle-Gymnasium und einer eigenen Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden. Seit Beginn des Jahres 2019 steht eine lebens­große Skulptur Laemmles vor dem Eingang des Kultur­hauses. Als Auftakt zur Preis­ver­leihung des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises richtet die Stadt die Laemmle Film- und Kinotage aus, eine Veran­stal­tungs­reihe mit zahlreichen Aktionen, nicht nur für Cineasten.

Zur Produktions­allianz

Die Produktions­allianz ist die unabhängige Inter­es­sen­ver­tretung der deutschen Produ­zen­tinnen und Produ­zenten von Film-, Fernseh- und anderen audio­vi­su­ellen Medien. Sie reprä­sen­tiert mit rund 370 Mitgliedern aus den Bereichen Animation, Dokumen­tation, Entertainment, Fernsehen, Kino und Werbung die wichtigsten Produktionsunternehmen und ist damit die maßgeb­liche Produ­zen­ten­ver­tretung in Deutschland. Im natio­nalen und inter­na­tio­nalen Rahmen tritt die Produktions­allianz gegenüber Politik, Verwertern, Tarif­partnern und allen Körper­schaften der Medien- und Kultur­wirt­schaft für die Belange der Produktionsunternehmen ein.

Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Presse­kon­takte

Stadt Laupheim
Nicole Hörmann, Öffent­lich­keits­arbeit
Tel. 07392 704 177, Mail: nicole.hoermann@laupheim.de
www.laupheim.de

Produktions­allianz
Juliane Werlitz, Presse­spre­cherin und Leitung Kommu­ni­kation
Tel. 030 20 67 088 24, Mail: juliane.werlitz@produktionsallianz.de
www.produktionsallianz.de
www.carl-laemmle-produzentenpreis.de

Einen herzlichen Dank richten die Veran­stalter an die Sponsoren und Fördernden des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises 2026. Die Preis­ver­leihung wird ermög­licht durch die freund­liche Unter­stützung der Haupt­spon­soren VFF – Verwer­tungs­ge­sell­schaft der Film und Fernseh­pro­du­zenten mbH, der Kreis­spar­kasse Biberach und der MFG Medien- und Filmge­sell­schaft Baden-Württemberg.