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Deutsche Serien: „Plötzlich wollen alle Qualität“

Deutsche Fernseh­macher hätten den Ehrgeiz, Erfolgen der anderen – wie „House of Cards“ oder „Game of Thrones“ – endlich eigene entge­gen­zu­setzen, schreibt Peer Schader bei Stern.de. Die ARD habe angekündigt, mit dem Bezahl­sender Sky gemeinsame Sache zu machen und die Serie „Babylon Berlin“ produ­zieren zu lassen, die über ein genauso hohes Budget verfügen solle, wie es in den USA üblich ist. Das ZDF habe schon vor Monaten fiktionale Beson­der­heiten versprochen. Sogar Vox wolle in die Serien­pro­duktion einsteigen. „Plötzlich wollen alle – „Qualität“. Als hätte es in den vergan­genen Jahren ein Verbot gegeben, aufwändige deutsche Serien zu produ­zieren.“ Das „Kunst­stück“, dass es fertig zu bringen gilt, sei größer als es auf den ersten Blick scheint: Sendern und Produ­zenten müsse nicht bloß eine Serie gelingen, die quali­tativ in der Liga mitspielen kann, welche das Publikum von Ausland­sim­porten gewohnt ist, sondern auch eine, die mit diesem Anspruch Mainstream-kompa­tibel wäre, also viele Millionen Zuschauer anspricht. Oder sie müssten bereit sein, mit einer hochwer­tigen, aber stark zugespitzten deutschen Serie deutlich weniger Zuschauer zu erreichen, so wie das auch bei vielen Vorbildern in den USA der Fall ist, wenn sie nicht auf den großen Networks laufen: Was passiert, wenn endlich die guten deutschen Serien kommen? (frei zugänglich)