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Deutscher Fernsehpreis: Streit um neue Preiskategorien

„Drama­ti­scher Aufruf der Filmschaf­fenden an die Stifter des Deutschen Fernseh­preises, die geplanten Änderungen am Preis­statut zu überdenken“: Blickpunkt:Film berichtet, mehrere Verbände der deutschen Filmschaf­fenden sprächen sich in einem Offenen Brief gegen die Abschaffung von Preis­ka­te­gorien aus. Sollten beim Deutschen Fernseh­preis, wie geplant, perso­na­li­sierte Auszeich­nungen für Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Musik und Ausstattung wegfallen, so die Kreativen, würde damit das Verständnis für aufwändige und teure fiktionale Produk­tionen schwinden: Appell an Fernseh­preis-Stifter: Änderungen überdenken

Mit der Reform werde vor allem das „Überge­wicht der Fiktion“ zurück­ge­drängt, schreibt Hans Hoff in der Süddeut­schen Zeitung. Preise für Neben­rollen, Schnitt, Kamera, Buch, Musik und Ausstattung seien tradi­tionell an Kreative vom Fernseh­spiel, bei dem die Öffentlich-Recht­lichen viel zu bieten haben, gegangen. Nun fielen diese Kategorien weg, so solle es mehr Gleich­be­handlung für Unter­haltung und Infor­mation geben – und wohl auch mehr Gewicht für die Privat­sender: Wer steht im Licht? (SZ vom 20.08.2010, Medien­seite)

Auf den Seiten des BFS – Bundes­verband Filmschnitt Editor e.V.: Offener Brief an die Stifter des Deutschen Fernseh­preises (Link auf PDF-Dokument, frei zugänglich)

Ebenfalls auf den BFS-Seiten: Der Brief der Bundes­ver­ei­nigung der Filmschaf­fenden-Verbände (Link auf PDF-Dokument, frei zugänglich)

Zur Presse­mit­teilung auf den Seiten des deutschen Fernseh­preises: Der deutsche Fernseh­preis 2010: Neue Juroren, neue Kategorien und ein Publi­kums­preis (frei zugänglich)