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Deutscher Filmpreis: „Nicht nur Ehre, sondern auch viel Geld“

Anlässlich der heutigen Verleihung des deutschen Filmpreises bringt Focus ein Interview mit Staats­mi­nister Bernd Neumann, Beauf­tragter der Bundes­re­gierung für Kultur und Medien. Beim Filmpreis gehe es „nicht nur um die Ehre, sondern auch um viel Geld“, stellt Inter­viewer harald Pauli fest und fragt, ob Neumann die „Prämien aus Ihrem Etat eher als Anerkennung für besondere Leistungen oder mehr als zusätz­liche Filmför­de­rungs­maß­nahmen“ sehe. Neumann anwortet, der Deutsche Filmpreis sei beides: „Anerkennung für hervor­ra­gende Filmpro­duk­tionen und gleich­zeitig wichtiges Förder­instrument. Das Preisgeld soll Produ­zenten bei der Finan­zierung eines Folge­pro­jekts unter­stützen. Auch beim diesjäh­rigen Filmpreis wurden wieder Produk­tionen nominiert, die unter Inanspruch­nahme von Filmpreis­geldern entstanden sind. Nur ein Beispiel: Der für den Deutschen Filmpreis nominierte Spielfilm und Wettbe­werbs­beitrag der diesjäh­rigen Berlinale ‚Wer wenn nicht wir‘ von Andres Veiel wurde auch mit Filmpreis­geldern von ‚Black Box BRD‘ finan­ziert, der 2002 als bester Dokumen­tarfilm ausge­zeichnet wurde.“ –  „Durchaus auch populäre Filme“ (frei zugänglich)

Auch die Berliner Zeitung befasst sich heute mit dem deutschen Filmpreis. Deren Filmkri­tiker Anke Westphal und Peter Uehling schreiben: „Befangen vom wuchtigen Natio­nal­ad­jektiv kürt die Deutsche Filmaka­demie für den Deutschen Filmpreis in der Regel Stoffe, die mit den national bedeut­samen Themen­kreisen Nazis, Juden, Türken und DDR zusam­men­hängen.“ An genuin künst­le­ri­schen Aspekten wie auch an Schen­kel­klopfern sei man eher desin­ter­es­siert: Ein Kino der natio­nalen Mittellage (frei zugänglich)

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