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Deutscher Produzententag 2014: „Filmpolitik bleibt ganz oben auf der Agenda der Kulturpolitik des Bundes“

Bevor am Abend die Berlinale „mit pompösem Starauf­gebot“ in ihre 64. Auflage startete, habe sich am Morgen die Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen zu ernsten Gesprächen getroffen, schreibt Mark Heywinkel bei Kress online. Die Arbeits­be­din­gungen beim deutschen Film würden zusehends schwie­riger: Sinkende Budgets seitens der Sender zwängen Produ­zenten dazu, ihre Filme und Serien in kürzerer Zeit oder mit gerin­gerem Personal zu drehen.Eine baldige Besserung sei nicht in Sicht, habe Alexander Thies konsta­tiert. „Die Erwar­tungen sind auf dem Tiefpunkt“, habe er vor circa 300 Gästen gesagt. „Und das ist nicht das übliche Jammern.“ Ein neues Lizenz­modell solle der Branche Aufwind geben. „Das Modell des Ein-Mal-Zahlens ist nicht mehr zukunfts­trächtig, wir werden uns dafür stark machen, dass auch Erlöse aus Zweit­ver­wer­tungs­rechten gezahlt werden.“ Die Durch­setzung werde schwierig, sei aller­dings alter­na­tivlos. Mit Parolen wie „Heiter weiter“ und „Bleiben Sie zäh“ habe die neue Kultur-Staats­mi­nis­terin Monika Grütters aufmun­ternde Töne bei dem Verbands­treffen angeschlagen. Unter Beifall habe sie mehrfach ihre Verbun­denheit zur Produ­zen­ten­al­lianz bekräftigt.

Einen außen­ste­henden Blick habe Chris­topher J. Dodd in einer Keynote auf die Branche geworfen, so Heywinkel weiter. Der CEO der Motions Pictures Association of America (MPAA) habe an Beispielen wie „Life of Pi“, „Grand Budapest Hotel“ und „Monuments Men“ verdeut­licht, wie stark die Filmin­dus­trien einzelner Länder immer mehr zusam­men­rückten: Deutscher Produ­zen­tentag 2014: „Bleiben Sie zäh“ (frei zugänglich)

Zum Auftakt des Produ­zen­ten­tages der Produ­zen­ten­al­lianz habe sich Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters unter dem Motto „Drehen – Schneiden – Träumen: Filmpo­litik für Deutschland“ sich zum geplanten Freihan­dels­ab­kommen zwischen der EU und den USA geäußert, berichtet Blickpunkt:Film: „Wir treten einer neuen Libera­li­sie­rungs­ver­pflichtung der Kultur entgegen, weil wir Sorge haben, dass anderen­falls unsere einzig­artige kultu­relle Vielfalt auf dem Spiel stünde“, habe die Kultur­staats­mi­nis­terin gesagt. „Selbst­ver­ständlich stehen auch die Kultur­po­li­tiker hinter einem trans­at­lan­ti­schen Freihan­dels­ab­kommen. Dessen Vorteile liegen auf der Hand. Wir reden bei der Kultur aber von gerade einmal zwei Prozent des Handels­vo­lumens. Diese zwei Prozent heraus­zu­nehmen muss möglich sein. Denn hier geht es vor allem um den immate­ri­ellen Wert, für den die Kultur­nation Deutschland eintreten muss.“  Monika Grütters: Kultur ist keine Handelsware

Zur Presse­mit­teilung der Kultur­staats­mi­nis­terin auf den Seite der Bundes­re­gierung: Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters zum Freihan­dels­ab­kommen: Kultur ist keine Handelsware (frei zugänglich)

In ihrer Rede erklärte Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters: „Filmpo­litik bleibt ganz oben auf der Agenda der Kultur­po­litik des Bundes“: Kultur­staats­mi­nis­terin Monika Grütters auf dem Deutschen Produ­zen­tentag (frei zugänglich)