PRESSEMITTEILUNG

Berlin/Laupheim, 20. August 2026 – Bereits zum zweiten Mal wird der tradi­ti­ons­reiche Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis mit dem Carl Laemmle VFF Talent­preis um eine zukunfts­ori­en­tierte Kategorie erweitert. Mit Pauline Roenneberg und Felix Bärwald (für: Kalter Hund), Paulina Lorenz, Jorgo Narjes und Faraz Shariat (für: Staats­schutz) sowie Lisa Purtscher und Lotta Schmelzer (für: BABYSTAR) sind auch in diesem Jahr aufstre­bende und talen­tierte Produzent:innen für vielver­spre­chende Projekte nominiert, die bereits erfolg­reich auf natio­nalen und inter­na­tio­nalen Festivals laufen oder sich u.a. Hoffnung auf eine deutsche Oscar-Einrei­chung machen können.

Die Nominierten des Carl Laemmle VFF Talent­preises 2026 sind: 

Pauline Roenneberg, Felix Bärwald (Milk Pictures UG)
für „Kalter Hund“ (Spielfilm 138 Minuten)

Inhalt: Mit dem Suizid des Patri­archen beginnt die perfekte Fassade der Familie zu bröckeln und das lang geplante Famili­enfest eskaliert. Alte Macht­ver­hält­nisse werden auf den Kopf gestellt und zwingen das Rudel im Schafspelz, gemeinsam eine Famili­en­auf­stellung zu machen

Paulina Lorenz, Jorgo Narjes, Faraz Shariat (Jünglinge Film GmbH)
für „Staats­schutz“ (Spielfilm 113 Minuten)

Inhalt: Nach einem rassis­ti­schen Anschlag auf ihr Leben zieht Staats­an­wältin Seyo Kim in eigener Sache vor Gericht – und nimmt es mit einem System auf, das Rechts­extre­mismus verharmlost.

Lisa Purtscher, Lotta Schmelzer (LiseLotte Films GmbH)
für „Babystar“ (Spielfilm 98 Minuten)

Inhalt: Seit ihrer Geburt lebt Luca (16), online wie offline, im Mittel­punkt der Aufmerk­samkeit. Als ihre Influencer-Eltern ein neues Kind planen, stürzt sie in eine tiefe Leere und beginnt zu begreifen, wie wenig von ihr selbst übrig ist.

Dazu Jennifer Stahl, Geschäfts­füh­rerin der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis UG und der Produktions­allianz Campus GmbH: „Eine neue Generation von Produzent:innen will nicht nur heraus­ra­gende Filme reali­sieren, sie gestaltet auch die Bedin­gungen aktiv mit, unter denen sie entstehen. Die drei von der Jury nominierten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass die Verbindung von gesell­schaft­licher Verant­wortung, publi­kums­wirk­samem Erzählen und einer neuen Kultur von Fairness und Fürsorge am Set moderne und starke Kinofilme hervor­bringt.“

Der Carl Laemmle VFF Talent­preis richtet sich gezielt an Produzent:innen, die den Schritt in die profes­sio­nelle Film- und Fernseh­branche bereits gegangen sind und sich mit ersten Produk­tionen als kreative wie unter­neh­me­rische Talente behaupten. Diese Phase des produ­zen­ti­schen Schaffens ist entscheidend für eine nachhaltige Entwicklung der Branche, da sie eine Vielzahl an wirtschaft­lichen, logis­ti­schen und kreativen Heraus­for­de­rungen mit sich bringt. Ganz im Sinne Carl Laemmles fördert der Talent­preis kreatives produ­zen­ti­sches Potenzial sowie die wertvolle Vernetzung zwischen etablierten Branchenvertreter:innen und aufstre­benden Talenten.

Der Carl Laemmle VFF Talent­preis ist mit 15.000 EUR dotiert und wird von der VFF Verwer­tungs­ge­sell­schaft der Film und Fernseh­pro­du­zenten gestiftet.

Die Nominierung für den Carl Laemmle VFF Talent­preis beinhaltet eine zweijährige Förder­mit­glied­schaft in der Produktions­allianz, die Zugang zu Netzwerken, Veranstaltungen und filmpo­li­ti­schen Diskursen eröffnet.

Ausführ­liche Infor­ma­tionen zum Carl Laemmle VFF Talent­preis 2026

Zum Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis 2026

Der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis 2026 geht an den Produ­zenten Michael Souvi­gnier. Als erster eigen­stän­diger deutscher Preis zeichnet der von der Produktions­allianz gemeinsam mit der Stadt Laupheim verliehene Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis seit 2017 die Verdienste bedeu­tender Produ­zen­ten­per­sön­lich­keiten aus und ehrt damit zugleich die besondere Leistung aller Produzent:innen im kreativen und wirtschaft­lichen Prozess des Filmschaffens.

Die Preis­ver­leihung findet am 18. September 2026 im Schloss Großlaupheim Laupheim statt.

Laupheim ist die Geburts­stadt Carl Laemmles und zieht mit der Preis­ver­leihung jährlich über 400 promi­nente Gäste aus Filmbranche, Politik, Wirtschaft und Medien an. Die feier­liche Gala und der anschlie­ßende Empfang bieten neben der Ehrung der Preisträger:innen auch Raum für inspi­rie­rende Gespräche, Begeg­nungen und das Knüpfen neuer Kontakte.

Zum Preis­träger des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises 2026 Michael Souvi­gnier

Neben anfäng­lichen Regie­ar­beiten für non-fiktionale TV-Formate (z. B. „Talk im Turm“) und Werbe­spots wandte sich Michael Souvi­gnier immer mehr der Arbeit als Produzent zu. 1985 gründete er die Produk­ti­ons­firma Zeitsprung Pictures, die er bis heute als Gesell­schafter, Geschäfts­führer und Produzent leitet. Mit Fernseh­filmen wie „Die Mädchen­falle – Der Tod kommt online“ etablierte er Zeitsprung Pictures am deutschen Film- und TV-Markt. Ein beson­derer Erfolg gelang ihm mit dem Sat.1-Zweiteiler „Das Wunder von Lengede“, der insgesamt 11 Millionen Zuschauern eine der erfolg­reichsten Event-Produk­tionen im deutschen Fernsehen war. Für mediales Aufsehen sorgte der Film „Contergan“ über die Auswir­kungen des in den 1960er Jahren verbrei­teten Schlaf­mittels, dessen Ausstrahlung durch eine einst­weilige Verfügung verhindert wurde. Der folgende Rechts­streit führte im Ergebnis nicht nur zu einem mehrfach preis­ge­krönten Film und hervor­ra­genden Zuschau­er­quoten, sondern löste in der ARD eine Themen­woche mit Talkshows und Dokumen­ta­tionen aus. 2010 wurde Michael Souvi­gnier mit dem Grimme Preis ausge­zeichnet. Im Jahr 2022 gewann er für die Produktion von Andreas Kleinerts Filmbio­grafie „Lieber Thomas“ den Deutschen Filmpreis. Zu der über 40-jährigen Erfolgs­ge­schichte der Zeitsprung Pictures zählen zudem inter­na­tionale Strea­ming­pro­duk­tionen wie „Kleo“ (2022, 2024) und inter­na­tional erfolg­reiche Kinohits wie „Der Medicus 2“ (2025).

Zum Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis

Der Carl Laemmle Produ­zen­ten­preis wurde erstmals im Jahr 2017 anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpio­niers und Erfinders von Hollywood Carl Laemmle durch die Produktions­allianz gemeinsam mit Carl Laemmles Geburts­stadt Laupheim ins Leben gerufen. Seither wurden zahlreiche renom­mierte Persön­lich­keiten der deutschen Filmbranche ausge­zeichnet: Roland Emmerich (2017), Regina Ziegler (2018), Stefan Arndt (2019), Prof. Nico Hofmann (2020), Dr. Gabriela Sperl (2022), Thomas Kufus (2023), Martin Moszkowicz (2024) sowie Gabriele M. Walther (2025) gehören zu den Preisträger:innen, die mit ihrem Lebenswerk und ihren wegwei­senden Beiträgen zum deutschen und inter­na­tio­nalen Filmschaffen in Erinnerung bleiben.

Zu Carl Laemmle

Carl Laemmle, geb. am 17. Januar 1867 in Laupheim, gehört zu den erfolg­reichsten und innova­tivsten Filmpro­du­zenten seiner Zeit. Mit der Eröffnung der Universal City Studios in Los Angeles am 15. März 1915 begründete er Hollywood, die größte und wichtigste Filmme­tropole der Welt. Bis 1936 produ­zierte er unzählige Filme, darunter „Der Glöckner von Notre Dame“, „Das Phantom der Oper“ oder „Im Westen nichts Neues“, wofür er 1930 den Oscar entge­gennahm. Danach machte Universal mit Filmen wie „Dracula“ und „Franken­stein“ das Genre des Horror­films salon­fähig.

Zur Stadt Laupheim

Laupheim, die Geburts­stadt des Filmpio­niers Carl Laemmle, ist ein wirtschaft­licher Knoten­punkt zwischen Stuttgart, Ulm und dem Bodensee. Bis heute ist Carl Laemmle in Laupheim sichtbar, unter anderem durch einen kunstvoll gestal­teten Carl-Laemmle-Brunnen, einen Carl-Laemmle-Weg, das Carl-Laemmle-Gymnasium und einer eigenen Abteilung im Museum zur Geschichte von Christen und Juden. Seit Beginn des Jahres 2019 steht eine lebens­große Skulptur Laemmles vor dem Eingang des Kultur­hauses. Als Auftakt zur Preis­ver­leihung des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises richtet die Stadt die Laemmle Film- und Kinotage aus, eine Veran­stal­tungs­reihe mit zahlreichen Aktionen, nicht nur für Cineasten

Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Presse­kon­takte

Stadt Laupheim
Nicole Hörmann, Öffent­lich­keits­arbeit
Tel. 07392 704 177, Mail: nicole.hoermann@laupheim.de
www.laupheim.de

 

Produktions­allianz
Juliane Werlitz, Presse­spre­cherin und Leitung Kommu­ni­kation
Tel. 030 20 67 088 24, Mail: juliane.werlitz@produktionsallianz.de
www.produktionsallianz.de
www.carl-laemmle-produzentenpreis.de

Einen herzlichen Dank richten die Veran­stalter an die Sponsoren und Fördernden des Carl Laemmle Produ­zen­ten­preises 2026. Die Preis­ver­leihung wird ermög­licht durch die freund­liche Unter­stützung der Haupt­spon­soren VFF – Verwer­tungs­ge­sell­schaft der Film und Fernseh­pro­du­zenten mbH, der Kreis­spar­kasse Biberach und der MFG Medien- und Filmge­sell­schaft Baden-Württemberg.