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Dieter Kosslick im Gespräch: Zu viel Rummel, zu viele Filme: Die Berlinale stehe in der Kritik.

Dieter Kosslick hält dagegen und setzt auf Wachstum. Ein Gespräch mit Hans-Jürgen Jakobs. Der Vergleich zwischen den Festivals in Cannes und Berlin bezeichnet Kosslick als „Quälerei“. Die beiden Festivals seien in Wahrheit unver­gleichbar – außer dass es etwas mit Film zu tun hat. Jedes Festival habe sein eigenes Profil. Für seinen Nachfolger empfiehlt er: „Die Kernmarke Publi­kums­fes­tival zu zerstören halte ich nicht für eine gute Idee.“ Als ökono­mische Erfolge sei er stolz und zählt auf: „Die Berlinale hat seit 2002 eine ordent­liche Dynamik entwi­ckelt. Das Budget wuchs von damals 10,3 Millionen auf gut 25 Millionen Euro. Es gibt einen hohen Anteil Eigen­fi­nan­zierung. Merchan­dising und Sponsoring zogen stark an, unsere ‧Ticket­ver­käufe haben sich verdoppelt.“ Zum öffent­lichen Zuschuss erläutert er: „In den 17 Jahren ist der öffent­liche Zuschuss von 5,9 Millionen auf 7,7 Millionen Euro gestiegen, das sind 30 Prozent. Aber unser Budget wuchs dank eigener Aktivi­täten um 142 Prozent.“ Kosslick betont, dass die „Grenzen des Berlinale- Wachstums ziemlich erreicht seien und betont, dass die Berlinale „groß genug“ sei. Einzig die Sonder­reihe „Berlinale Series“ würde noch hinzu­kommen. „Bei den Kritikern gibt es ganz viel Ignoranz“ (Handels­blatt / nicht frei zugänglich)