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„Dokumentarfilmer nagen am Hungertuch“

Man habe es geahnt, jetzt sei es schwarz auf weiß nachzu­lesen: „Die Dokumen­tar­filmer nagen am Hungertuch“, schreibt Michael Hanfeld in der Frank­furter Allge­meinen unter Berufung auf eine Studie der Arbeits­ge­mein­schaft Dokumen­tarfilm. Viele der Dokumen­tar­filmer verdienten so gut wie nichts, „sie sind das Prekariat des deutschen Fernsehens“. Sie seien abhängig von ARD und ZDF, weil die Privat­sender für das dokumen­ta­rische Fernsehen nur das Nötigste täten. Und die Öffentlich-Recht­lichen machten das für sie Beste aus ihrem Nachfra­geoli­gopol: „Sie zahlen so wenig wie möglich.“ Ein Dokument über die Dokumen­ta­risten (frei zugänglich, FAZ vom 26.10.2012, S. 37 – Medien)

In der Süddeut­schen Zeitung schreibt Marc Widmann, mit den Zahlen, die auf der anonymen Befragung von knapp 100 Dokumen­tar­filmern beruhten, solle eine neue Diskussion um Fairness im öffentlich-recht­lichen System gestartet werden. Genau genommen gebe es bei ARD und ZDF ziemlich viele Bereiche, in denen mit dem Geld der Gebüh­ren­zahler nicht gegeizt wird. Als Erstes fielen einem da die unzäh­ligen Millionen für den Sport ein, mit denen früher der Doping­zirkus der Tour de France subven­tio­niert wurde und heute natürlich die Bundesliga: Was Ideale kosten (SZ vom 26.10.2012, S. 31 – Medien)

Die Studie zum Download: Unter­su­chung der AG DOK zur beruf­lichen Situation von Dokumen­tar­film­au­toren und -regis­seuren (m/w) (frei zugänglich)