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EU-Förderprogramm „Kreatives Europa“: Skepsis bei Abgeordneten und Experten

Die Pläne der Europäi­schen Kommission für das Förder­pro­gramm „Kreatives Europa“, in dem ab 2014 die bislang getrennten Förder­pro­gramme „Kultur“, „Media“ und „Media Mundus“ zusam­men­ge­fasst werden sollen, stießen bei Kultur­po­li­tikern und Vertretern der Kultur- und Medien­land­schaft auf offene Skepsis bis Ablehnung, teilt der Parla­ments-Infor­ma­ti­ons­dienst Heute im Bundestag mit. Bei einem Exper­ten­ge­spräch des  Bundes­tags­aus­schusses für Kultur und Medien über die Pläne der EU-Kommission am Mittwoch Nachmittag hätten die Abgeord­neten aller Fraktionen und die Sachver­stän­digen befürchtet, dass das neue Förder­pro­gramm seine Akzente zu stark auf die Kreativ­wirt­schaft lege und der kultu­relle Aspekt durch den ökono­mi­schen zurück­ge­drängt werde. Auch Johannes Kreile, stell­ver­tre­tender Geschäfts­führer der Allianz Deutscher Produ­zenten – Film & Fernsehen e.V., und Chris­tiane Siemen, kommis­sa­rische Leiterin von Media Desk Deutschland, beurteilten das Vorhaben kritisch. Deutschland sei ein großer Profiteur des Media-Programms, habe Siemen gesagt, er trage maßgeblich zu einer Inter­na­tio­na­li­sierung der Branchen bei. Aller­dings sei es fraglich, ob es sinnvoll sei, das stark wirtschaftlich ausge­richtete „Media“-Programm, das vornehmlich auf die audio­vi­su­ellen Medien ausge­richtet ist, mit dem „Kultur“-Programm zu koppeln. Die Anfor­de­rungen der beiden Bereiche seien zu unter­schiedlich: Experten kriti­sieren „Paradig­men­wechsel“ beim EU-Förder­pro­gramm „Kreatives Europa“ (frei zugänglich)