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Filmverbände fordern: „ARD und ZDF müssen sich zum Kinofilm bekennen!“

„Wenn ARD und ZDF sparen müssen, drohen sie als Erstes den deutschen Kinopro­du­zenten: Für Spiel­filme werde bald kein Geld mehr da sein“, schreibt Chris­topher Keil in der Süddeut­schen Zeitung. In einer „selten einträch­tigen Aktion“ forderten nun die Produ­zen­ten­al­lianz (Sektion Kino, d. Red.), der Schau­spieler-Verband, die Kamera- und Drehbuch­gilden, die Deutsche Filmaka­demie, die AG Doc sowie die Spitzen­or­ga­ni­sation der Filmwirt­schaft: „ARD und ZDF müssen sich zum Kinofilm bekennen!“ In einem Kommu­niqué, das am Freitag vorge­stellt werden soll und der SZ vorliegt, heißt es: ‚Dem gesetz­lichen Auftrag, kultu­relle Programm­an­gebote bereit­zu­stellen, kann nicht dadurch Rechnung getragen werden, dass Sendungen in die Nacht­stunden oder in Sparten­kanäle verlegt werden. Die Ausstrahlung kulturell ausge­wie­sener Werke befindet sich im Programm (von ARD und ZDF) seit Jahren auf dem Rückzug. Hiervon ist besonders der deutsche und europäische Kinofilm betroffen. Die Ausstrah­lungs­termine in der Haupt­sen­dezeit werden gestrichen, die Budgets einge­froren bezie­hungs­weise für mehrere Jahre ganz gekappt. Inves­tiert wird nur noch in Filme, die rigiden Vorgaben der Primetime-Tauglichkeit, einer vorge­ge­benen Fernseh­äs­thetik und der Erwartung an bestimmte Quoten und Sendel­ängen entsprechen.“ Die „Strategen und Kreativen der Filmin­dustrie“ wollten jetzt die Grund­ver­sorgung mit deutschen Kinofilmen im Programm von ARD und ZDF festschreiben lassen: Die Kinobranche empört sich (SZ vom 15.4.2013, Feuil­leton)

Blickpunkt:Film zitiert Maria Köpf, stell­ver­tre­tende Vorsit­zende der Produ­zen­ten­al­lianz-Sektion Kino: „Wir wider­sprechen aufs Entschie­denste, dass der Kinofilm nicht Teil der Grund­ver­sorgung sein soll.“ In der Resolution, die morgen vorge­stellt wird, würden von ARD und ZDF außerdem promi­nente Sende­plätze für Kinofilme, „und zwar sowohl in der Primetime als auch für anspruchs­volle Filme zu einer nachge­la­gerten, ‚zweiten Primetime‘ ab 22.15 oder 22.30 Uhr (gefordert). Diese Filme, die den Kultur­auftrag der Sender begründen, sind derzeit im Programm kaum noch sichtbar":  Filmbranche verlangt Kinofilm­be­kenntnis von ARD und ZDF

Am Donnerstag sei ein Katalog von Forde­rungen diverser Verbände bekannt, die von ARD und ZDF ein konkretes, finan­ziell unter­mau­ertes Bekenntnis zum Kinofilm verlangen, berichtet DWDL.de. „Da steckt Wahres drin, aber auch eine falsche Annahme“, kommen­tiert Thomas Lückerath: ARD, ZDF und eine falsche Annahme der Kinobranche (frei zugänglich)

Zu einer Presse­mit­teilung des Westdeut­schen Rundfunks: Kulen­kampff: WDR verläss­licher Partner der deutschen Filmwirt­schaft

Zu einer Presse­mit­teilung des Zweiten Deutschen Fernsehens: ZDF weist Kritik der Kinobranche zurück – Programm­di­rektor Himmler: ZDF hat Kinoför­derung ausge­weitet (frei zugänglich)

Zur Resolution von 13 Filmver­bänden: „ARD und ZDF müssen sich zum Kinofilm bekennen!“ (frei zugänglich)