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Fortgesetzte Qualitätsdebatte über Fernsehprogramm

Die deutschen Fernseh­serien könnten nach Ansicht des Medien­for­schers Lutz Hachmeister inter­na­tional nicht mithalten, berichtet epd Medien. Drama­tur­gisch-ästhe­tisch sei der Abstand der deutschen Serien­pro­duktion zur Weltspitze so groß wie noch nie, habe der Direktor des Instituts für Medien- und Kommu­ni­ka­ti­ons­po­litik (IfM) am Montag­abend bei einem medien­po­li­ti­schen Collo­quium in Berlin gesagt. Die deutschen Sender scheuten komplexe Themen und Erzähl­struk­turen, habe Hachmeister kriti­siert, der mit Produzent Jan Mojto ein Filmprojekt zu europäisch-ameri­ka­ni­schen Bezie­hungen entwi­ckelt. Hachmeister: Deutsche Serien können inter­na­tional nicht mithalten

„Wenn man zum Beispiel an einem april­stür­mi­schen Montag­nach­mittag im Berliner Zimmer des Instituts für Medien- und Kommu­ni­ka­ti­ons­po­litik (IfM) wieder einmal den Experten zuhören muss, die auf einem ‚Medien­po­li­ti­schen Collo­quium‘ wieder einmal das Thema ‚Ein deutsches Borgen?‘ durch­kauen, diese so größen­wahn­sinnige wie minder­wer­tig­keits­kom­plex­be­ladene Frage also, ob wir in Deutschland nicht endlich auch mal richtig gute, erfolg­reiche politische TV-Serien machen können“, schreibt Evelyn Roll in der Süddeut­schen Zeitung, sollte man „unbedingt mal eine richtig gute, erfolg­reiche TV-Serie schreiben“: Das geht in Deutschland nicht (frei zugänglich)

Auch die Akademie der Künste hat sich mit dem Thema Fernsehen befasst, der Titel der Veran­staltung war „Qualität über Gebühr – unter Niveau?“. In der Berliner Zeitung schreibt Klaudia Wick, nicht erst seit dem Aus von „Wetten, dass..?“ stecke das deutsche Fernsehen in seiner tiefsten Krise. Es werde Zeit, das TV-System in Deutschland neu zu denken und alles auf den Prüfstand zu stellen: Das Fernsehen ist bedeu­tungslos geworden (frei zugänglich)