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Frauenbild im Kino: „Interessante Diskrepanzen“

Das Kino könnte ein bisschen Feminismus gut gebrauchen, schreibt Susan Vahabzadeh in der Süddeut­schen Zeitung. In einer UN-Studie, für die 120 Filme aus den USA, Australien, Brasilien, China, Frank­reich, Deutschland, Indien, Japan, Russland, Südkorea und Großbri­tannien aus demselben Zeitraum unter­sucht hat, seien „inter­es­sante Diskre­panzen“ zwischen den erfunden und den echten Fraue heraus­ge­kommen. Zum Beispiel hätten nur 22, 5 Prozent der Film-Frauen überhaupt einen Job. In Wirklichkeit seien es knapp vierzig Prozent. In keinem der unter­suchten Länder sei auch nur annähernd die Hälfte der Sprech­rollen weiblich gewesen, Deutschland liege bei 35,2 Prozent. Laut einer anderen Studie trage ein Viertel aller Frauen, die auf der Leinwand auftauchen, aufrei­zende Kleidung, das sei aber alters­ab­hängig: Nacktheit und tiefe Ausschnitte seien bei Teenager-Figuren und erwach­senen Charak­teren zwischen 13 und 39 Jahren noch gleich verteilt, ab 39 sei dann Schluss damit: Jung, sexy, schweigsam (frei zugänglich)